Bremgarten
Blachen und Stifte wecken verborgene Talente

Die Blachenaktion der Künstlervereinigung kommt besser an als anfangs gedacht.

Melanie Burgener
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Ursula Keller von der Künstlervereinigung Bremgarten verfolgt aufmerksam die farblichen Veränderungen auf den frei zu bemalenden Blachen. Melanie Burgener

Ursula Keller von der Künstlervereinigung Bremgarten verfolgt aufmerksam die farblichen Veränderungen auf den frei zu bemalenden Blachen. Melanie Burgener

Melanie Burgener

Wer sich in den vergangenen zwei Wochen auf einen Spaziergang durch die Gassen der Bremgarter Altstadt begeben hat, dem sind bestimmt die sieben farbigen Kunstwerke aufgefallen, die das Städtchen an der Reuss seit kurzem schmücken. Von Tag zu Tag werden die Kunstwerke interessanter und vor allem bunter.

Zur Feier ihres 10-Jahr-Jubiläums hat die Künstlervereinigung Bremgarten in der ganzen Stadt acht Blachen aufgehängt. Das Ziel: Die Bevölkerung soll sie nach Lust und Laune gestalten. «Leider wurde die Blache auf der Fussgängerbrücke abgehängt», bedauert Ursula Keller aus dem Vorstand der Vereinigung. Wieso genau das Kunstwerk entfernt wurde, oder von wem, wisse sie nicht. Doch die anderen Blachen befinden sich noch alle an ihrem Platz auf dem kleinen Weg entlang der Reuss, auf dem Schulhausplatz der Bezirksschule, neben dem alten Zeughaus und am Bogen.

Aktion ist beliebter als gedacht

Um ein Kunstwerk zu schaffen braucht es aber mehr, als nur den passenden Untergrund. Neben den Blachen wurden zu diesem Zweck Blechdosen für Ölkreiden und Filzstifte angebracht. «Wir haben lange überlegt und ausprobiert, welche Materialien auf den Blachen am besten halten. Die Filzstifte verlaufen im Regen, doch so entstehen schöne Verläufe», erzählt Keller.

Auf einem der regelmässigen Rundgänge kontrolliert sie die Blachen und freut sich über die kreativen Gestaltungen. «Ich bin ehrlich gesagt überrascht», gibt sie zu. «Ich habe nicht damit gerechnet, dass sich die Leute so von dieser Aktion inspirieren lassen.» Vor allem die Gemälde bei der Schule gefallen ihr sehr. «Dieses Einhorn hat bestimmt eine Schülerin oder ein Schüler gemalt» strahlt Keller und betrachtet dabei das leuchtende Kunstwerk.

Wenn die fertigen Blachen am kommenden Montag abgehängt werden, wird entschieden, was damit passieren soll. Vielleicht werden die schönsten Teile rausgeschnitten und in der nächsten Ausstellung verwendet.

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