Per 1. Januar 2014 schliessen sich Bremgarten und Hermetschwil-Staffeln zusammen. «Um die Interessen von Hermetschwil-Staffeln zu wahren, haben wir im Fusionsvertrag festgelegt, dass das Dorf in der ersten Amtsperiode 2014/2017 einen Stadtrat stellt», erklärt der heutige Stadtammann Raymond Tellenbach. Für die derzeitigen Stadträte bedeutet das, dass ihnen ein Sitz weniger zur Verfügung stehen wird, und «einer über die Klinge springen muss, aber das war allen schon vorher klar».

Keine Rivalitäten erwartet

Seit gestern ist nun offiziell: Alle fünf heutigen Bremgarter Stadträtinnen und Stadträte treten 2013 wieder an. Neben Tellenbach sind dies Vizeammann Rolf Meier (CVP), Stefan Achermann (BDP), Monika Briner (FDP) und Bernadette Sutter (CVP). «Ich habe vor einer Woche angeregt, dass wir publik machen, wer kandidieren will und wer nicht», erklärt Tellenbach. «Das macht es uns untereinander einfacher, vor allem erleichtert es aber die Wahlvorbereitung für die Parteien. Das habe ich den Parteipräsidenten versprochen», sagt er.

Fast ohne zu zögern hätten sich alle fünf Stadtratsmitglieder für eine erneute Kandidatur ausgesprochen. Dass sich dadurch Rivalitäten zwischen den fünf Räten ergeben könnten, glaubt Tellenbach nicht: «Es sind alles integre Personen, und jede muss ihren Verpflichtungen weiterhin nachkommen.» Ursprünglich sei auch diskutiert worden, ob der Stadtrat auf sechs oder sieben Sitze aufgestockt werden sollte, «doch wir haben uns dagegen ausgesprochen», so Tellenbach.

Der Bremgarter Stadtrat hat sich erst vor einem Jahr neu konstituiert, als Briner und Sutter neu gewählt wurden. «Es braucht schon ein Jahr, bis neue Stadträte jeweils den Wissensvorsprung der langjährigen Ratsmitglieder eingeholt haben. Und die Badi-Initiative machte den Einstieg recht intensiv. Aber jetzt läuft es recht rund», hält der Stadtammann fest.

Doris Stöckli kandidiert

Aus Hermetschwil-Staffeln steht bisher erst eine Kandidatur fest: Vizeammann Doris Stöckli (parteilos) will in den Stadtrat. «Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es aber vermessen zu sagen, dass sonst niemand kandidiert», sagt Gemeindeschreiber Beat Deubelbeiss. «Formell ist der Stadtratssitz noch gar nicht ausgeschrieben.» Die öffentliche Publikation folge in etwa einer Woche. «Der Gemeinderat steht hinter Stöckli. Dennoch wäre es natürlich wünschenswert, wenn sich der eine oder andere Einwohner als Kandidat aufstellen liesse», findet Deubelbeiss.

Dafür bleibt noch etwas Bedenkzeit: Die Wahl findet am 3. März statt, die Nominationen müssen bis am 18. Januar eingereicht werden. Die Wahl musste auf den 3. März vorverlegt werden, um sicherzustellen, dass in zwei möglichen Wahlgängen die vier Sitze aus Bremgarten und der eine Sitz aus Hermetschwil-Staffeln besetzt werden können. Darauf folgen möglicherweise wieder zwei Wahlgänge für Stadt- und Vizeammann.