Villmergen
Bis zu 60 Prozent Recycling im Asphalt: Zur Einweihung der neuen Anlage kam sogar ein Bundesrat

Bundesrat Johann Schneider-Ammann weihte mit der Notter-Gruppe ihre neue Asphaltmischanlage ein. Der neue, 37 Meter hohe Turm, von dem aus man weit über das untere Bünztal blicken kann, beherbergt nun das modernste Belagswerk der Deutschschweiz.

Andrea Weibel
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Bundesrat Johann Schneider-Ammann weihte mit der Notter-Gruppe ihre neue Asphaltmischanlage ein
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Der ehemalige Chef Bruno Notter (Mitte) diskutiert mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Regierungsrat Urs Hofmann.
Der neue, 37 Meter hohe Turm, von dem aus man weit über das untere Bünztal blicken kann, beherbergt die neue Asphaltmischanlage HRT (High Recycling Technology) mit einer Leistung von 240 Tonnen pro Stunde.
Impressionen von der Eröffnungsfeier der neuen Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe in Villmergen.
Die Ladefläche eines alten Notter-Fahrzeuges wurde zur Bühne umfunktioniert.
Redner auf die Ladefläche eines alten Notter-Fahrzeuges, das zur Bühne umfunktioniert worden war: Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Eröffnungsfeier Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe - Redner waren Regierungsrat Urs Hofmann und Bundesrat Johann Schneider-Ammann
Redner auf die Ladefläche einesalten Notter-Fahrzeuges, das zur Bühne umfunktioniert worden war: Regierungsrat Urs Hofmann.
Impressionen von der Eröffnungsfeier der neuen Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe in Villmergen.
Bundesrat und Regierungsrat: Johann Schneider-Ammann (r.) und Urs Hofmann.
Die Ladefläche eines alten Notter-Fahrzeuges wurde zur Bühne umfunktioniert.
Impressionen von der Eröffnungsfeier der neuen Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe in Villmergen.
Impressionen von der Eröffnungsfeier der neuen Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe in Villmergen.
Impressionen von der Eröffnungsfeier der neuen Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe in Villmergen.
Impressionen von der Eröffnungsfeier der neuen Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe in Villmergen.
Impressionen von der Eröffnungsfeier der neuen Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe in Villmergen.
Impressionen von der Eröffnungsfeier der neuen Asphaltmischanlage der Notter-Gruppe in Villmergen.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann weihte mit der Notter-Gruppe ihre neue Asphaltmischanlage ein

Andrea Weibel

Nebelschwaden verhüllten die Anlage, aus den Lautsprechern dröhnte die Titelmusik von Rocky 1 – und dann kam sie, die historische Dampfwalze der Notter-Gruppe, und brach durch den Nebel. Ein witziger Auftritt zum Start der Einweihung der neuen Asphaltmischanlage in der Villmerger Industrie.

Baustoff Freiamt AG: Modernstes Belagswerk der Deutschschweiz

Der neue, 37 Meter hohe Turm, von dem aus man weit über das untere Bünztal blicken kann, beherbergt die neue Asphaltmischanlage HRT (High Recycling Technology) mit einer Leistung von 240 Tonnen pro Stunde. «Sie ist konsequent auf die Wiederverwendung von hohen Asphaltrecyclinganteilen ausgelegt», erklärt Ralph Notter, CEO der Notter-Gruppe, eines Freiämter Familienunternehmens. Gut 5 Mio. Franken hat die neue Anlage gekostet, die im produzierten Asphalt bis zu 60 Prozent rezykliertes Material verwerten kann. Dies entspricht den neuen Normen des Kantons. «Mit unserer alten Anlage, der Reussbelag AG in Bremgarten, konnten wir die Vorgaben nicht mehr erreichen, da musste es schnell gehen.» Darum hat die Firma nun das modernste Belagswerk der Deutschschweiz in der Villmerger Industrie direkt neben ihrem Betonwerk erstellt. Ab 2018 wird es offiziell Baustoff Freiamt AG heissen. (aw)

CEO Ralph Notter war glücklich, denn seine Firma hat mit dem 37 Meter hohen Turm, der am Samstag eingeweiht wurde, nicht nur das «modernste Belagswerk der Deutschschweiz» erstellt, das auf die Rezyklierung von Asphalt spezialisiert ist (siehe Box), sondern er durfte auch zwei besondere Redner auf die Ladefläche des alten Notter-Fahrzeuges bitten, das zur Bühne umfunktioniert worden war: Regierungsrat Urs Hofmann und Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Letzterer hat 1989, damals noch als Chef der Ammann-Group, das benachbarte Betonwerk eröffnet, das ebenfalls zur Notter-Gruppe gehört. Da fand Ralph Notter, würde es den Kreis wunderbar schliessen, wenn der Bundesrat auch dieses Werk einweihen würde. Und siehe da, dieser sah das genauso.

Lob für Familienunternehmen

Der Bundesrat erklärte vor allem, wie wichtig Familienunternehmen für Land und Wirtschaft seien, weil sie nicht nur für diese, sondern auch für die nächste Generation bauen. Er erzählte von seinen Reisen und schickte seiner Bundesratskollegin Doris Leuthard, die ja sehr nahe von hier daheim sei, Grüsse über den Asphalt.

Regierungsrat Urs Hofmann ging genauer auf die Notter-Gruppe ein, die vom kleinen Familienunternehmen zu einer Firma mit über 200 Mitarbeitern geworden ist. Er freute sich sehr, alle drei Generationen kennen zu lernen, die die Firma so verankern. «Das schafft Vertrauen, andererseits denken die Chefs von Familienunternehmen langfristig, das macht sie stark, und darauf ist der Kanton angewiesen», erklärte er dankbar. Ausserdem lobte er die zukunftsweisende Technologie, die auf Recycling setze und nachhaltig, modern und kosteneffizient sei: «Was will man mehr?» Wie auch Schneider-Ammann erhielt Hofmann Notter-Honig als Geschenk, hergestellt vom ehemaligen Chef Bruno Notter.

Nicht nur Johann Schneider-Ammann, sondern auch sein Sohn Hans-Christian Schneider sagte einige Worte, denn seine Firma, die Ammann-Group, hat die Anlage gebaut: «Darum sind wir, wenn das erlaubt ist, auch ein wenig stolz darauf.» Am Ende drückte der Bundesrat auf den Buzzer, um nicht nur ein kleines Feuerwerk, Papierschlangen in Notter-Farben und «Conquest of Paradise» zu starten, sondern auch das neue Firmenlogo und den Namen des Belagswerks zu präsentieren: die Baustoff Freiamt AG.