Bremgarten

Bier und Brezel: Ein Stückchen München für das Reussstädtchen

Der Vorstand des Freizeitvereins Rüsskult: Florian Keusch, Manuel Imhof, Tiago Schmid und Marco Gut (von links).

Der Vorstand des Freizeitvereins Rüsskult: Florian Keusch, Manuel Imhof, Tiago Schmid und Marco Gut (von links).

Ein junger Verein organisiert in diesem Jahr zum ersten Mal ein Oktoberfest im Reussstädtchen. Der Ansturm ist gross.

«Im kleinsten Dorf gibt es ein Oktoberfest, nur in Bremgarten nicht. Das kann doch nicht sein!», nervt sich Florian Keusch. Um diesen Missstand zu ändern, hat er mit drei Kollegen den Freizeitverein Rüsskult gegründet, der nebst dem Vorstand ein Mitglied hat. Die «Bieridee» wurde in der Stiefelknecht-Bar geboren, am letztjährigen Oktoberfest in Berikon haben sich die Kollegen Inspiration geholt und kurz darauf mit der Planung begonnen. «Als Erstes haben wir für die Stadt ein Konzept geschrieben, das Casino gemietet und eine Oktoberfest-Band organisiert», erzählt Keusch. Die Grenzlandstürmer aus Österreich werden die Gäste am 1. Oktober unterhalten. Bald hat sich gezeigt, dass das Freiamt von Oktoberfesten noch lange nicht genug hat: Die 38 Tische im Parterre sind seit Mitte August ausverkauft, auf der Estrade hat es noch rund 40 Plätze, die aber für die Abendkasse vorbehalten sind. Insgesamt hat es Platz für 370 Gäste. «Mit einem solchen Ansturm haben wir nicht gerechnet – wir haben nur im Internet Werbung gemacht, und natürlich dürfte auch die Mundpropaganda geholfen haben», sagt Keusch.

Sieben Stunden Spektakel

Um 18 Uhr werden die Türen des Casinos geöffnet, um 1 Uhr hört die Musik auf zu spielen. In den sieben Stunden dürfen die Oktoberfest-Fans lokales Bier (Reuss-Schlaufe) und das Oktoberfestmenü (Braten, Kartoffelgratin und Rotkraut) geniessen. Natürlich gibt es, wie an jedem guten Oktoberfest, auch Weisswürst mit Brezeln und Senf. Als Nachspeise steht Kaiserschmarren auf der Karte. Vorstandsmitglied Manuel Imhof ist gelernter Koch und für die Zubereitung der Menüs zuständig. Vom Bier bis zur Dekoration hat der Verein lokale Lieferanten berücksichtigt.

Der Verein Rüsskult ist nicht nur entstanden, um ein Oktoberfest zu organisieren. Das Oktoberfest, das als alljährlicher Event geplant ist, ist sicherlich der Höhepunkt des Vereinsjahres; daneben stehen aber auch die Teilnahme am Rigimarsch, eine Sommerwanderung und ein Skiweekend auf dem Programm. Zudem haben die Kollegen schon eine Bar an einem Firmenanlass betrieben und möchten dies auch in Zukunft anbieten. «Wir gehen oft zusammen in den Ausgang und möchten nun auch dazu beitragen, dass Anlässe in der Region stattfinden», so Keusch. Die Vorstandsmitglieder seien alle um die 25 Jahre alt und hätten die Ausbildung abgeschlossen. «Ein guter Zeitpunkt für etwas Neues. Wir wollen in Bremgarten etwas bewegen.»

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