Wahlergebnisse

Bezirk Bremgarten: SP und FDP holen zusätzlichen Sitz – auf Kosten von CVP und BDP

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16 Grossräte vertreten den Bezirk Bremgarten in der nächsten Legislatur. Hier finden Sie die ersten Ergebnisse.

Grafik: Elia Diehl

«Wir wussten, dass es knapp wird und ein ‹Mü› reicht, um den dritten Sitz zu verlieren. Doch wir waren optimistisch und haben mit einer starken Liste alles gegeben. Entsprechend macht mich dieses Resultat betroffen. Ich gebe zu, ich bin enttäuscht. Mit einem Sitzverlust haben wir nicht gerechnet», sagt Theres Lepori. Die CVP Bezirk Bremgarten hat nach 2012 (-2,2%) noch einmal 2% Wähleranteil verloren und ist neu nur noch mit zwei statt wie bisher mit drei Leuten im Kantonsparlament vertreten. Die Bezirksparteipräsidentin der CVP ist selber mit einem guten Resultat wiedergewählt worden.

Und auch Marco Beng, der wie sie in Berikon wohnt und im Laufe der Amtsperiode für Alexandra Abbt ins Kantonsparlament nachrutschen konnte, hat die Wiederwahl problemlos geschafft. Doch Ruedi Donat, der Landwirt und Gemeinderat aus Wohlen, musste nach dem Sitzverlust der CVP über die Klinge springen. Donat ist in der letzten Amtsperiode nachgerutscht und 2012 wiedergewählt worden. An der CVP-Wahlfeier zeigt er sich bitter enttäuscht: «Mit einer Abwahl hätte ich nie gerechnet. Wir haben unser Wahlziel im Bezirk leider nicht erreicht.»

Nicht mehr dabei in der nächsten Amtsperiode ist auch Daniel Poppelreuter, Büttikon, von der BDP. Seine Partei ist im Bezirk von 4,5 auf 2,1% getaucht. Für Poppelreuter völlig unerwartet: «Laut Prognosen durften wir davon ausgehen, dass wir unseren Sitz behalten können. Mit diesem Resultat habe ich nicht gerechnet», erklärt er.

Mit seinem persönlichen Resultat sei er zwar zufrieden, doch es schmerze ihn schon, dass er künftig nicht mehr im Grossen Rat vertreten sei: «Ich bin der Meinung, ich habe dort gute Arbeit geleistet.» Die Mitteparteien hätten es immer schwerer: «Mit guter Arbeit kommt man mittlerweile leider deutlich weniger weit als mit Polarisieren.» Etwas, was mit anderen Worten auch Theres Lepori sagt: «Wir verkaufen uns nicht mit Schlagworten, wir machen Sachpolitik. Offenbar kommt das beim Stimmvolk immer weniger an.»

Verlust auch für GLP und Grüne

Auch die GLP hat mit 0,4% leicht an Wählern verloren. Doch ihr Sitz in Aarau blieb unbestritten und wird neu mit Dominik Peter besetzt. Der 30-jährige Bremgarter – er ist auch Präsident der Bezirkspartei – zeigte sich hocherfreut. «Wir sind nach dem Rücktritt von Sandra Lehmann ohne Bisherigen-Bonus gestartet und haben unseren Sitz dennoch halten können. Das ist wirklich super», sagt er und verweist auf die grossen Wahlanstrengungen: «Wir sind mit einer jungen Liste und sehr motivierten Leuten angetreten und haben gewonnen. Das ist einfach megacool.»

Mit 0,2% leicht verloren haben auch die Grünen. Ihr Sitz war aber ebenfalls ungefährdet und entsprechend gut ist Monika Küng auch wiedergewählt worden. Obwohl die Stimmbeteiligung mit 31 Prozent gegenüber 2012 nur 0,8% höher war, holte die Wohlerin 127 Stimmen mehr.
Die SVP gewann gegenüber 2012 noch einmal 1,4% Wähleranteil dazu, bleibt aber bei sechs Sitzen. Neu gewählt worden ist hier mit dem erst 31-jährigen Christoph Hagenbuch, Oberlunkhofen, ein junger, eher gemässigter SVP-ler. Er verspricht denn auch: «Ich will in Aarau Probleme lösen und nicht Probleme bewirtschaften. Daran soll man mich in den nächsten vier Jahren messen können.» Er freue sich sehr über seine Wahl und den Erfolg seiner Partei, erklärt Hagenbuch.

Grafik: Elia Diehl

Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

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