Asylunterkunft Bettwil

Bettwiler sagen Sitzung ab und schrauben Widerstand zurück

Nach der Siegesfeier vom Januar bauen die Bettwiler nun langsam ihren Widerstand ab. (Symbolbild)

Nach der Siegesfeier vom Januar bauen die Bettwiler nun langsam ihren Widerstand ab. (Symbolbild)

Das Komitee gegen die Bettwiler Asylunterkunft «Pro Bettwil» trifft sich bis auf weiteres zu keinen neuen Sitzungen mehr. Doch der Widerstand soll mit leiseren Tönen fortgeführt werden.

Eigentlich war für morgen Donnerstag eine Sitzung geplant des Komitees «Pro Bettwil» geplant, das sich gegen eine Asylunterkunft in der Militäranlage wehrt. Doch wie aus einer internen Mitteilung an die mehreren hundert Mitglieder und Sympathisanten zu erfahren ist, wurde die Sitzung abgesagt. Bis auf weiteres würden keine weiteren Sitzungen mehr stattfinden, steht darin.

Bei wichtigen und dringenden Anliegen halte man sich allerdings vor, kurzfristig eine Sitzung einzuberufen.

Kehrt nun Ruhe ein?

Bauen die Bettwiler Asylunterkunft-Gegner ihren Widerstand nun ab? Eine Asylunterkunft in Bettwil ist nur vorerst vom Tisch. Doch trotzdem bedankt sich die Komitee-Leitung bei den Mitgliedern für ihre weitere, «wenn auch etwas ruhigere Unterstützung».

In den letzten Monaten hatte das Komitee spektakuläre Protestaktionen gegen das geplante Asylzentrum organisiert. Inzwischen hat ein Gutachten ergeben, dass für die Umnutzung der Militärunterkunft eine Baubewilligung nötig ist. Ob das Bundesamt für Migration ein Baugesuch einreicht und den Fall juristisch klären lässt, ist derzeit noch offen. Der Bettwiler Gemeinderat hatte am Dienstag klargestellt, dass eine Asylunterkunft in der früheren Bloodhound-Stellung aus seiner Sicht rechtlich nicht möglich sei. (haf/dfu)

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