Bettwil
Weil die Kosten ungleichmässig verteilt sind: Bettwil will das Pumpwerk Moosmatten kaufen

Obwohl die Gemeinde Bettwil 95 Prozent des Wassers des Grundwasserpumpwerks Mossmatten bezogen hat, trug Sarmenstorf bisher den grössten Teil der Kosten. Das soll sich mit dem Kauf nun ändern – am Freitag, 19. November, stimmt die Gmeind darüber ab.

Melanie Burgener
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Weil das meiste Wasser aus dem Grundwasserpumpwerk Moosmatten in Bettwiler Haushalte fliesst, möchte die Gemeinde die Fassung nun kaufen.

Weil das meiste Wasser aus dem Grundwasserpumpwerk Moosmatten in Bettwiler Haushalte fliesst, möchte die Gemeinde die Fassung nun kaufen.

AZ Archiv (03.07.2019)

Die eine bezahlt, die andere profitiert: Zugespitzt sah so die Situation um die Wassernutzung in Bettwil und Sarmenstorf in den vergangenen Jahren aus. Theoretisch wird das Grundwasserpumpwerk Moosmatten von beiden Gemeinden benützt, der Vertrag dazu besteht seit 2008. Faktisch ist in den vergangenen Jahren aber rund 95 Prozent des Wassers in Bettwiler Haushalte geflossen – und das, obwohl Sarmenstorf über die Hälfte der Kosten (60%) getragen hat.

Es musste also eine neue und vor allem fairere Lösung her. Eine solche haben die beiden Gemeinderäte nun, da der Vertrag per Ende Dezember 2020 ausgelaufen ist, gefunden. Bettwil will das Grundwasserpumpwerk für 250'000 kaufen und künftig für dessen Unterhalt aufkommen. Über diesen Kauf stimmen beide Gemeinden an ihren kommenden Versammlungen – Bettwil am 19. und Sarmenstorf am 26. November – ab.

«Wenn der Kaufvertrag von einer Gemeinde abgelehnt werden würde, müssten wir wieder verhandeln und einen neuen Vertrag aufsetzen», sagt Bettwils Gemeindeschreiber Dieter Studer. «Wir sind aber zuversichtlich, dass das nicht der Fall sein wird.» Sarmenstorfs Wasserversorgung wird wie bisher über den Anschluss an das Netz der IB Wohlen AG gewährleistet werden.

Im Oberen Seetal soll eine offene Jugendarbeit entstehen

Bettwil und Sarmenstorf stimmen aber nicht nur bei der Wasserversorgung über ein gleiches Traktandum ab. Beide Gemeinden sind zusammen mit Fahrwangen und Meisterschwanden Teil des dreijährigen Pilotprojektes «Offene Jugendarbeit Oberes Seetal». Für dieses Vorhaben, das einen Auf- und Ausbau des Angebotes für Kinder und Jugendliche der Region anstrebt, soll Bettwil künftig einen jährlichen Anteil – das sind sieben Prozent der gesamten Finanzierung – von 15'400 Franken bezahlen.

Die Bettwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmen am Freitag auch um 20.15 Uhr in der Mehrzweckhalle auch über einen Kredit von 105'000 Franken für den Ersatz der elektronischen Trefferanzeige im Schiessstand sowie über 200'000 Franken für den Strassenunterhalt für die Jahre 2022 bis 2025 ab.

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