Bremgarten/Muri
Betreuung von Haus zu Haus - Freiberufliche Pflegefachfrauen als Ergänzung zur Spitex

Alle drei sind diplomierte Pflegefachfrauen mit viel Erfahrung. Jetzt haben sich Andrea Budmiger, Jôelle Strebel, beide aus Muri, und Daniela Huber aus Bremgarten selbstständig gemacht und bieten Pflege und Betreuung in der gewohnten Umgebung zu Hause an.

Eddy Schambron
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Jôelle Strebel, Daniela Huber und Andrea Budmiger (von links) sind freiberufliche Pflegefachfrauen und unterstützen sich gegenseitig.

Jôelle Strebel, Daniela Huber und Andrea Budmiger (von links) sind freiberufliche Pflegefachfrauen und unterstützen sich gegenseitig.

Eddy Schambron

Die freiberuflichen Pflegefachfrauen sehen sich als Ergänzung zur Spitex: «Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zur Spitex, sondern als Ergänzung», betonen sie. Den Vorteil ihrer Dienstleistung sehen sie sowohl für die betreuten Personen als auch für sich selber darin, dass ein Vertrauensverhältnis entstehen kann. «Wer die Pflege bei uns bezieht, kann davon ausgehen, in der Regel dieselbe Betreuerin zu haben». Umgekehrt können sie zu einer betreuten Person über einen längeren Zeitraum Kontakt pflegen und eine gewisse Beziehung aufbauen. «Das macht unsere Arbeit reicher und spannender».

Viel Erfahrung

Andrea Budmiger war lange in der Akut- und Langzeitpflege tätig, darunter zehn Jahre für die Spitex Muri. Das Gleiche gilt für Daniela Huber, während Jôelle Strebel im Paraplegikerzentrum Nottwil viel Erfahrung mit Patienten mit Lähmungserscheinungen sammelte. Unter dem Namen Lindorna, was rätoromanisch ist und Schnecke bedeutet, bieten sie Grund- und Behandlungspflege, Beratung in Gesundheit und Krankheit, die Entlastung pflegender Angehöriger, Wundpflege, Begleitung in Krisensituationen sowie Palliativpflege an. «Wir sind von den Krankenkassen anerkannt, unsere Tarife sind die gleichen wie bei der Spitex», macht Budmiger deutlich. Konkret heisst, dass nur 20 Prozent der Kosten oder maximal Fr. 15.95 pro Tag von den Betreuten selber getragen werden müssen.

«Wir stellen eine möglichst individuelle Pflege und Betreuung in den Vordergrund», erklärt Huber. Und Strebel ergänzt: «Uns ist es möglich, den Zeitpunkt des Besuches bei einem betreuten Menschen relativ genau abzumachen und einzuhalten.» Das erleichtert den Patientinnen und Patienten die Planung ihres eigenen Alltags. Die drei Frauen, die je auf eigene Rechnung arbeiten, sich aber gegenseitig unterstützen und Ferienablösungen sicherstellen, sind in den Bezirken Bremgarten und Muri tätig. Die Einsatzzeiten sind Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Abend- und Wochenendeinsätze nach Vereinbarung.

«Es gibt im Pflege- und Betreuungsbereich genug Arbeit»

Durch die Zusammenarbeit betreten die drei freiberuflichen Pflegefachfrauen HF für sich selber und auch im Freiamt Neuland. Sie sind überzeugt, dass ihr Geschäftsmodell auch für sie selber viele Anreize bietet. «Wir haben ein ähnliches Pflegeverständnis und stellen das Menschliche in den Vordergrund. Durch die effiziente Vernetzung untereinander können wir den administrativen Aufwand so tief wie möglich halten.» Schliesslich glauben sie, mit ihrem Modell recht individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Patientinnen und Patienten eingehen zu können.

Die Voraussetzungen, dass das Unternehmen gelingt, sind gut: «Es gibt im Pflege- und Betreuungsbereich genug Arbeit», wissen die drei Frauen aus ihren bisherigen Tätigkeiten. Weitere Informationen: www.team-lindorna.ch