Wohlen

«Besser ein kleiner Beitrag, als kein Beitrag» – Motion fordert 50'000 Franken für Flüchtlingslager

Gemeinde Wohlen (Symbolbild)

Gemeinde Wohlen (Symbolbild)

Es müsse rasch gehandelt werden, sagen die Initianten der Motion. Sie fordern einen «kleinen Beitrag» für die arg gebeutelte Insel Lesbos und deren Flüchtlinge.

Die Gemeinde Wohlen soll 50'000 Franken für den Wiederaufbau des Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos bezahlen. Das fordern vier Einwohnerrätinnen und -räte der CVP. «Die Bilder des abgebrannten Flüchtlingslagers Moria in Griechenland mit den tausenden Erwachsenen und Kindern, die jetzt unter freiem Himmel auf der Strasse leben müssen, machen uns alle betroffen», schreiben sie in ihrer dringlichen Motion. «Klar ist auch: Es muss rasch gehandelt werden, zumal der Winter nicht mehr lange auf sich warten lässt und auch in Griechenland mit tiefen Temperaturen gerechnet werden muss.»

Bilder zum Brand im Flüchtlingslager:

Doch, warum sollte ausgerechnet Wohlen für Moria bezahlen? Die vier Motionäre erklären: «Es liegt letztlich auch im Interesse der Gemeinde Wohlen, dass das Flüchtlingslager Moria in Griechenland wieder rasch aufgebaut wird. Kein oder ein zögerliches Vorgehen wird letztlich dazu führen, dass die betroffenen Flüchtenden früher oder später unkontrolliert zu uns strömen.»

Es gebe keine Alternative zum Wiederaufbau. «Der Ansatz, alle oder einen Teil der Flüchtenden hierher zu bringen, ist falsch. Insbesondere auch deshalb, weil das Beispiel des absichtlich abgebrannten Flüchtlingslagers nicht Schule machen darf.» 50'000 Franken seien nur ein kleiner, eher symbolischer Beitrag. «Aber besser ein kleiner Beitrag, als kein Beitrag!» Zudem könne ein solcher Signalwirkung für andere Gemeinden, Kantone und den Bund haben, hoffen Stefanie Dietrich-Meyer, Michelle Gregor, Sonja Isler-Rüttimann und Harry Lütolf. (aw)

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