Sturm im Freiamt

Besenbürer Verwaltung wegen Sturm Sabine geschlossen – der Gemeindeammann erklärt, warum

Das aktuelle Sturmtief sorgte in der Region für einzelne umgestürzte Bäume, gesperrte Strassen und Vorsichtsmassnahmen.

Wer am Montagnachmittag die Gemeindeverwaltung Besenbüren telefonisch zu erreichen versuchte, landete auf dem Band, und hörte folgende Nachricht: «Die Gemeindeverwaltung bleibt heute wegen höherer Gewalt, Sturm, geschlossen.» Auf Anfrage beruhigt Gemeindeammann Mario Räber. «Die Gemeindeverwaltung wurde nicht vom Sturm beschädigt. Es ist alles im grünen Bereich.»

Es handle sich um eine reine Vorsichtsmassnahme. «Das Personal der Verwaltung kommt von ausserhalb. Wir wollten die Mitarbeiter nicht einer unnötigen Gefahr aussetzen», sagt Räber. «Safety First», dachten sich auch einige wenige Eltern und schickten ihre Kinder nicht zur Schule. Zumindest an der Kreisschule Bünz kam dies in wenigen Fällen vor, wie Schulleiter Markus Eichhorn bestätigt.

«Sabine» richtete in den Kantonen Aargau und Solothurn erhebliche Schäden an

Sturmtief richtete im Mittelland erheblich Schäden an

Der Beitrag von «Tele M1» vom Montagabend.

  

Feuerwehr Bremgarten mit 15 Angehörigen im Einsatz

Glücklicherweise traf der Sturm das Freiamt nicht so heftig wie befürchtet. Dennoch war es beispielsweise für die Feuerwehr Bremgarten ein arbeitsreicher Tag, wie Kommandant Thomas Burger ausführt. Zwischen 8 Uhr und 10.30 Uhr musste sie zu fünf Einsätzen ausrücken.

«Wir waren durch die Prognosen aber gut vorbereitet und richteten im Magazin unsere Zentrale ein. Überrascht waren wir aber, dass der erste Alarm nicht wegen des Sturms, sondern wegen auslaufenden Öls bei einem Fahrzeug einging», sagt Tomas Burger.

Insgesamt standen allein bei der Feuerwehr Bremgarten 15 Leute wegen des Sturms und der umgestürzten Bäume im Einsatz. «Zusätzlich führten wir Kontrollfahrten im Gebiet durch und entfernten kleinere Äste oder anderes Material. Gegen 13.30 Uhr waren die Einsätze beendet», schildert Kommandant Burger, der froh ist, dass nichts Gravierendes passiert ist.

Verschiedene Strassen in der Region waren gesperrt

Mit dem oberen Freiamt ging Sturm Sabine ebenfalls einigermassen glimpflich um. Da und dort sieht man beschädigte Dächer mit am Boden liegenden Ziegeln, weggewindete Signalisationstafeln oder Gegenstände in der Wiese, die sicher nicht dorthin gehören, sowie geknickte Bäume.

Thomas Strebel, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Muri+ bestätigt, dass seine Leute am Montag um 7 Uhr zwar wegen eines umgestürzten Baums zwischen Buttwil und Schongau ausrückten und dass sie sicherheitshalber bis 9.30 Uhr im Magazin auf allfällige weitere Einsätze in Bereitschaft waren, aber nicht mehr ausrücken mussten. «Wir nahmen aber im Funk wahr, dass die Gegend um Affoltern am Albis stärker betroffen war.»

Radio Pilatus berichtete von verschiedenen Strassensperrungen wegen Sturmschäden in der Region, unter anderem zwischen Beinwil und Knonau, zwischen Beinwil und Rüstenschwil sowie bei Müswangen, zwischen Kleinwangen und Beinwil, zwischen Kleinwangen und Ibenmoos und auf den Kantonsstrassen zwischen Muri und Aesch sowie Hochdorf und Sins.

«Sabine» im Aargau

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