Berikon
Von 15'000 auf 28'000 Franken: Kiwanis Club Mutschellen hat Unterstützung für regionale Sozialprojekte fast verdoppelt

Sie wollen nicht nur finanziell helfen, sondern auch mit anpacken. Jetzt hat der Kiwanis Club Mutschellen im Wallis sogar Nachahmer gefunden: Am WOO Charity-Hike vom 2. bis 4. Juli sollen mehr Höhenmeter als der Himalaja erklommen werden – für einen guten Zweck natürlich.

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Nach 13 Stunden am Ziel: Rolf Senn von Kiwanis Club Mutschellen bei seiner «Everest»-Fahrt im Sommer 2020.

Nach 13 Stunden am Ziel: Rolf Senn von Kiwanis Club Mutschellen bei seiner «Everest»-Fahrt im Sommer 2020.

zvg / Tobias Schär

(az) Von 15'000 auf 28'000 Franken: Der Kiwanis Club Mutschellen (KCM) hat seine finanzielle Unterstützung für regionale Sozialprojekte in den Coronajahren fast verdoppelt. «Benachteiligte Kinder und Jugendliche sind auf unsere Hilfe angewiesen, gerade in herausfordernden Zeiten. Aus diesem Grund haben wir unser Engagement intensiviert», erklärt Sozialchef Christopher Bywater.

Im letzten Jahr unterstützten die Kiwaner vom Mutschellen nicht nur ein Mädchen und einen fussballbegeisterten minderjährigen Asylsuchenden aus der Region – sie konnte ins Jubla-Lager, er blieb Teil seiner Fussballmannschaft –, sondern boten zudem einer alleinerziehenden Mutter professionelle Hilfe an. Sie musste für zwei ihrer Kinder die Diagnose einer unheilbaren Krankheit hinnehmen.

Ausserdem fuhr Kiwaner Rolf Senn mit seinem Rennrad in einer publikumsstarken Aktion 45-mal auf den Zürcher Pass Buchenegg, um Spenden für «Wir lernen weiter» zu sammeln. Dabei überwand er insgesamt 8848 Höhenmetern, was der Höhe des Mount Everest entspricht. Die Spenden kamen dem Projekt von Tobias Schär aus Merenschwand zugute, der finanziell schwächeren Familien geeignete IT-Ausrüstung vermittelt.

Auch praktische Arbeiten führen die Kiwaner gerne aus

«Solche und ähnliche Engagements sollen auch im laufenden und im kommenden Jahr durchgeführt – und möglicherweise nochmals weiter ausgebaut werden», betont Christopher Bywater. In Ergänzung zur finanziellen Unterstützung für regionale Sozialprojekte sind auch einfache bauliche Arbeiten oder physische Einsätze willkommen, zum Beispiel zu Gunsten der Stiftung für Menschen mit Beeinträchtigungen in Widen.

Der KCM ist seit vielen Jahren Partner des Haus Morgenstern und hat im letzten Jahr unter anderem eine neue Rollstuhlschaukel finanziert. «Coronabedingt musste der jährliche öffentliche Spielparcours, der vom Haus Morgenstern organisiert wird und bei dessen Durchführung unsere Mitglieder mit grosser Freude helfen, 2020 und auch heuer abgesagt werden.»

Höher als der Himalaja – für einen guten Zweck

Die Freundschaft und die damit verbundene Unterstützung für Bedürftige soll im Sommer auch ausserhalb der Region gepflegt werden. Was Rolf Senn mit seiner «Everest»-Spendenfahrt erreichte, hat seinen Kollegen Marcel Arnold von WOO Nutrition inspiriert, eine ähnliche Aktion im Wallis ins Leben zu rufen: Am WOO Charity-Hike vom 2. bis 4. Juli laufen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Fiesch aufs Eggishorn. Dabei unterstützen sie mit ihrem Startgeld von 100 Franken die Greenhope Foundation, die sich für krebskranke Kinder einsetzt. Wer die Strecke gar fünfmal absolviert und somit insgesamt 9340 Höhenmeter überwindet, erklimmt im Wallis mehr Höhenmeter als die höchsten Gipfel des Himalajas bieten.

«An unserer GV haben wir entschieden, dass der Kiwanis Club Mutschellen das Startgeld für seine Mitglieder sowie deren Familien und Gäste übernimmt», sagt Präsident Anton Mehmann. Die Kiwaner freuen sich, dass ihr Sozialprojekt «Everest» andere inspiriert hat, Bewegung und soziales Engagement in einer einzigartigen Aktion zu verbinden.