Berikon
Der Pumptrack für die Burkertsmatt hat die erste Hürde genommen, nun sind die Stimmbürger an der Reihe

Die Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes des Begegnungszentrums Burkertsmatt stimmte dem Verpflichtungskredit von 432'000 Franken für den Bau eines Pumptracks zu. Sie gab zudem noch grünes Licht für eine E-Tankstelle.

Nathalie Wolgensinger
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Der langjährige Präsident der Abgeordnetenversammlung, Roland Keller, wurde vom Burkertsmatt-Vorstandspräsident Marcel Signer verabschiedet.

Der langjährige Präsident der Abgeordnetenversammlung, Roland Keller, wurde vom Burkertsmatt-Vorstandspräsident Marcel Signer verabschiedet.

Nathalie Wolgensinger

Die Burkertsmatt soll nicht nur eine Sportstätte sein, sondern auch ein Begegnungszentrum, das wurde an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbandes Burkertsmatt immer wieder betont. Mit ihrem Ja zum Bau eines Pumptracks unterstrichen die Gemeindevertreter aus Widen, Berikon und Rudolfstetten-Friedlisberg dieses Vorhaben.

Ein Pumptrack ist so konzipiert, dass man durch das Hochdrücken des Körpers Geschwindigkeit aufbaut und so, ohne in die Pedalen zu steigen, über den Rundkurs kommt. «Es sind nicht nur Jugendliche, welche die Anlage benutzen, auch Erwachsene trifft man dort an», erzählte der Abgeordnete Roger Bischofberger aus Widen begeistert. Er befasste sich mit dem Projekt, das in der Verlängerung der Trainingsfelder geplant ist.

«Da muss man von Beginn weg darauf achten, dass es nicht zu laut wird», forderte ein Abgeordneter und entfachte damit eine engagierte Diskussion und entfachte damit eine engagierte Diskussion über Lärm, Lautsprecherboxen und Dezibel. Die Anlage wird auf 423'000 Franken zu stehen kommen. Abzüglich des zugesicherten Beitrags vom Swisslos-Fonds von 53'000 Franken kommen Nettonivestitionen von 370'000 Franken auf die drei Trägergemeinden zu, deren Abgeordnete dem Vorhaben zustimmten. Präsident Roland Keller blickt auch in die Zukunft und sagt:

«Nun hoffen wir, dass es uns gelingt, dies der Bevölkerung schmackhaft zu machen.»

Vorerst gibt es keine Minigolfanlage

Diskussionsstoff lieferte die Minigolfanlage. Der Investor, der die Bahn finanzieren und betreiben wollte, sprang ab. Ihm wurde der Bau einer 18-Loch-Anlage zu teuer. Die Geister schieden sich ob der Frage, ob der Bau einer solchen Anlage eine Bereicherung für die Burkertsmatt sei. «Das könnte ein Besuchermagnet sein, es hat weit und breit keine solche Anlage», kommentierte beispielsweise ein Abgeordneter.

Die Sportanlage Burkertsmatt soll ein Begegnungszentrum für Jung und Alt sein.

Die Sportanlage Burkertsmatt soll ein Begegnungszentrum für Jung und Alt sein.

Marc Ribolla (16. Dezember 2020)

Die Mehrheit der Anwesenden scheute jedoch die hohen Investitionskosten, die auf rund 450'000 Franken zu stehen kommen. Auf wenig Zustimmung stiess die Idee, das Projekt den Gemeindeversammlungen vorzustellen und zu prüfen, ob der Souverän diesem Zustimmen würde. Grossmehrheitlich stimmte die Versammlung dafür, das Projekt vorerst auf Eis zu legen.

Wie differenziert soll der Kostenvoranschlag werden?

Soll die Burkertsmatt mit einem Hallenbad ergänzt werden, wie dies die IG Hallenbad Mutschellen mit einer von 3200 Personen unterschriebenen Petition fordert? Die Abgeordneten waren sich einig, dass das Vorhaben weiterverfolgt werden soll. Unklar ist noch, wie differenziert der Kostenvoranschlag ausfallen soll. Das wird derzeit noch mit den Gemeinden verhandelt. Die Baukosten werden auf 25 bis 30 Mio. Franken geschätzt.

Einig war sich die Versammlung, dass die Installation einer E-Tankstelle die logische Fortsetzung ist, nachdem man bereits eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach installieren liess. Die Investition von 20'000 Franken war unbestritten.

Schliesslich hiess es, den langjährigen und sehr engagierten Präsidenten Roland Keller zu verabschieden. Er setzte sich in den vergangenen 20 Jahren unermüdlich für die Geschicke der Sportanlage ein. Dafür erhielt er einen heftigen Applaus. Mit Keller wurden auch seine Beriker Kollegen Mark Baumann, Otto Egimann und Roland Stoller verabschiedet. Auch Martin Born, Rolf Hüsser und Daniel Wieser aus Rudolfstetten sowie Hansruedi Scheidegger aus Widen treten von ihren Ämtern zurück. Protokollführerin Petra Oggenfuss Feldgrill stellt ihr Amt ebenfalls zur Verfügung.

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