Tägerig
Beiträge zur Erneuerung des Fussballplatzes wurden erneut gutgeheissen

Die Stimmbürger sagten mit grossem Mehr Ja zum überarbeiteten Projekt Sanierung Schul- und Sportanlagen. Die Bruttokredite belaufen sich zusammen auf 1,355 Millionen Franken, davon abgezogen werden Gelder vom Swisslos-Sportfonds und der Vereine.

Dominic Kobelt
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Die Gemeindeversammlung sagte klar Ja zum Bruttokredit über 780000 Franken für die Erweiterung des Fussballplatzes in Tägerig.

Die Gemeindeversammlung sagte klar Ja zum Bruttokredit über 780000 Franken für die Erweiterung des Fussballplatzes in Tägerig.

Lukas Schumacher

Vor einem Jahr sagte die Gemeindeversammlung Tägerig grossmehrheitlich Ja zu Beiträgen an den Fussballclub und den Sportverein, mit denen der Fussballplatz erneuert, vergrössert und ein Beachvolleyballfeld erstellt werden sollten. Dagegen wurde das Referendum ergriffen und der Entscheid widerrufen. Roland Seiler schilderte in seinem Votum an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Freitag die Situation nach der Referendumsabstimmung: «Das Dorf war gespalten, sogar Freundschaften sind zerbrochen. Und das wegen ein paar Franken mehr Steuern.»

Einig war man sich, dass das Projekt nun besser aufgestellt ist. An verschiedenen Orten wurden Einsparungen vorgenommen, und was am Wichtigsten ist, die Gemeinde ist nun Bauherrin und hat die Kostenkontrolle.

Klares Ergebnis

Befürchtet wurden lange Diskussionen, vorsorglich wurden Wasserflaschen an die 213 Stimmberechtigten verteilt, die sich in der Mehrzweckhalle einfanden. In den Voten kam dann aber zum Ausdruck, dass die meisten Anwesenden die Arbeit der Vereine im Dorf sehr zu schätzen wissen. «Der Fussballclub hat 180 Junioren, sind wir froh, dass sich diese im Sport engagieren», meinte etwa Roland Seiler.

Und Peter Blunschi vom Musikverein Tägerig gab zu bedenken: «Nächstes Jahr findet hier der kantonale Musiktag statt, das haben wir vor allem den jüngeren Musikantinnen und Musikanten zu verdanken. Ich bin mir sicher, die meisten Jugendlichen sind so. Ohne das Engagement aller Vereine wären solche Anlässe nicht denkbar.» Und so bat auch Gemeindeammann Matthias Moser die Bevölkerung: «Schaut das Projekt nicht nur aus monetärer Sicht an.»

Die wenige Kritik, die aufkam, richtete sich dennoch gegen die Kosten. So befürchtete Altgemeinderätin Helena Zimmermann, dass die Unterhaltskosten für den Fussballplatz viel höher sein werden, als vom Gemeinderat veranschlagt. Sie stellte den Antrag, dass sich der FC Tägerig mit 50 % daran zu beteiligen habe. Dieser Antrag wurde aber mit 16:186 Stimmen verworfen. Eingeplant ist jedoch, dass der FC und der Sportverein je 8 % der Kosten für ihre Anlagen mit Eigenleistungen decken.

Schliesslich sagten die Stimmberechtigten zum Fussballplatz mit 187, zum Kunststoffbelag auf dem Hartplatz sowie einem Beachvolleyball-Feld mit 179, zur Erstellung von Duschanlagen in der Mehrzweckhalle mit 202 und zur Erweiterung der Parkplätze mit 189 Stimmen Ja. Damit könnte theoretisch gegen drei der Beschlüsse noch das Referendum ergriffen werden, für einen endgültigen Entscheid hätte es 191 Ja-Stimmen gebraucht. Die Bruttokredite belaufen sich zusammen auf 1,355 Mio. Franken, davon abgezogen werden Gelder aus dem Swisslos-Sportfonds und die Beiträge der Vereine.

Niedermattstrasse wird saniert

Mit null Gegenstimmen angenommen wurden auch drei Kredite, die das Sanierungsprojekt Niedermatt betreffen. Für den Strassenbau wurden 230’000 Franken, für die Wasserversorgung 160’000 und für die Strassenbeleuchtung 45 000 Franken genehmigt. Gemeinderat Christian Vogel erklärte, die Strasse wie auch die rund 60-jährige Wasserleitung seien in schlechtem Zustand. Bei dieser Gelegenheit werden auch sieben neue LED-Kandelaber montiert. Damit beteiligt sich auch die AEW-Energie AG an den Kosten.

In der Kreditabrechnung über die Sanierung der Bergstrasse war ersichtlich, dass der Kredit weit überschritten wurde, nämlich um knapp 41’000 Franken oder 29 %. Dies, weil Rissaufnahmen gemacht werden mussten, und weil ein Kandelaber ersetzt werden musste. Die Kreditabrechnung wurde gutgeheissen, so auch Protokoll, Rechenschaftsbericht und Jahresrechnung.

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