Das Ja der Stimmberechtigten zu einem modernen Flachdachbau, der sich mit dem bestehenden Schulhaus vereint, wertete er als ein Ja zu einer lebeindigen Gemeinschaft, die als solides Fundament die Familie kennt.

Die Schule sei es auch, welche dieses Fundament stärke und damit ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Gemeinschaft sei. Er würdigte zudem die neue Fotovoltaik-Anlage der Elektra Beinwil auf dem Schulhausdach. «Damit setzt auch sie ein Zeichen für die Zukunft.

Beinwil im Freiamt feiert mit einem Einweihungsfest das erweiterte Schulhaus

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Wissen und Sozialkompetenz

Die Schule vermittelt nicht nur Wissen, sondern lehrt auch den sozialen Umgang miteinander, führte Alex Hürzeler, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport aus.

Er dankte den Stimmbürgerinnen und –bürgern, dass sie sich für den Ausbau der Schule entschieden haben. Eine Schulhauserweiterung, die in Beinwil rund 3,3 Mio. Franken kostet, sei sicher eine Herausforderung für eine Gemeinde.

«Ich bin aber überzeugt, dass das eine gute Entscheidung war.» Hürzeler sprach einer Schulkultur das Wort, welche die Leistungsbereitschaft fördert, aber auch Offenheit und Lebensfreude ermöglicht. Die Voraussetzungen und Möglichkeiten dafür seien in Beinwil mit einem engagierten Lehrpersonenteam und der grosszügigen Schulanlage mit vielen Freiflächen gegeben.

158 000 Holzschindeli

Vizeammann Bruno Sidler, zuständig für die öffentlichen Gebäude der Gemeinde, entlockte dem Bauleiter Ady Meier einige Details zum Neubau.

So waren gegen 250 verschiedene Handwerker aus 15 bis 18 Nationen am Bau beteiligt. Es wurden 480 Kubikmeter oder 1000 Tonnen Beton verbaut, 50 Tonnen Armierungseisen eingelegt und dafür rund 150 000 Liter Wasser verbraucht.

Selbst die Zahl der am Neubau angebrachten Holzschindeli wusste Meier: 158 000, die von 52 000 Nägeln an der Fassade gehalten werden. Architekt Dominik Lenzin erklärte, dass die Holzschindeln einerseits auf die Verbundenheit der Schule zum Dorf ausdrückt, das verschiedene geschindelte Häuser aufweist, anderseits von weitem trotz kleiner Textur als einheitliche Fläche wahrgenommen wird und damit auch gut zum bestehenden Schulhaus passt.

Für das junge Architektenteam Gautschi Lenzin Schenker, Aarau, war klar, dass Alt- und Neubau zu einem einzigen Schulhaus verwachsen, der stattliche Altbau aber der König bleiben soll. Das ist gelungen, war man sich einig. Schulhausabwart Godi Küng wiederum freut sich besonders am eingebauten Lift, in dem er jetzt auch schwere Arbeitsgeräte bequem ins Obergeschoss bringen kann. «Das ist für mich eine echte Erleichterung.»

Nach der offiziellen Einweihung, die auch die Einsegnung durch Vikar Richard Strassmann beinhaltete und sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch vom Chor «Noteschlüssel» musikalisch umrahmt wurde, konnten die neuen Schulräume besichtigt werden. Es gab Risotto für alle und am Nachmittag Spiel und Spass, unter anderem mit einem Batzenlauf, Kasperlitheater und Ballonwettbewerb. Die Abendunterhaltung bot mit «The Hobos» Country-Musik und Line Dance.