Alikon / Sins
Beim Landkauf für 700'000 Franken gibts ein Schulhaus dazu

Die Gemeinde will das Land mit dem darauf stehenden Schulhaus Alikon verkaufen. Bedingung ist jeodch, dass die bestehende Bausubstanz als eigenständiges, erkennbares Objekt erhalten bleibt.

Eddy Schambron
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Das ehemalige Schulhaus in Alikon steht, zusammen mit 1138 Quadratmetern Land, zum Verkauf. Eddy Schambron

Das ehemalige Schulhaus in Alikon steht, zusammen mit 1138 Quadratmetern Land, zum Verkauf. Eddy Schambron

Eddy Schambron

Einzelne Spielgeräte und Veloständer sind noch da, die von Schülerhand geschaffenen Skulpturen auch, aber das Schulhaus Alikon steht schon länger leer. Es ist nicht neu, dass das Schulhaus verkauft werden soll, weil die Gemeinde damit nichts mehr anfangen kann. Klar ist jetzt aber der Preis: Die Liegenschaft ehemaliges Schulhaus Alikon kostet mindestens 700 000 Franken.

Grundlage für die Berechnung des Preises bildet eine von der Gemeinde in Auftrag gegebene Liegenschaftsbewertung. Beim Verkauf sollen prioritär Interessenten bevorzugt werden, dessen Projektabsichten in einem direkten oder indirekten Zusammenhang zu Alikon stehen.

Der Gemeinderat ersucht an der Einwohnergemeindeversammlung vom 22. November um die entsprechende Verkaufskompetenz.

Klare Zielsetzungen

Der Gemeinderat hatte die Liegenschaft nach einer Verkehrswertschätzung vor einem Jahr ohne Preisangabe ausgeschrieben. Verschiedene Interessenten seien darauf zu einem Vorgespräch mit den Vertretern der Gemeinde eingeladen worden, hält der Gemeinderat fest.

Dabei wurden die Zielsetzungen erklärt und festgehalten, «dass die bestehende Bausubstanz als eigenständiges, erkennbares Objekt erhalten bleiben und das gesamte Grundstück besser ausgenützt werden soll». Daraus könne man schöne Wohnungen machen, zeigte sich Gemeindeammann Josef Huwiler angesichts einer gesunden Bausubstanz schon vor einem Jahr überzeugt. Auch eine gemischte Nutzung, also Wohnungen und stilles Gewerbe, konnte sich der Sinser Gemeinderat vorstellen. Jetzt hält er fest, es könne davon ausgegangen werden, dass mit dem Verkauf des Grundstücks inklusive ehemaligem Schulgebäude einem in Alikon vorhandenen Bedürfnis entgegengekommen werden kann.

Die Liegenschaft umfasst eine Fläche von 1138 Quadratmetern Land und das Gebäude. Der Verkaufspreis ergibt einen Buchgewinn auf dem Finanzvermögen von 472 000 Franken und wird in der Erfolgsrechnung 2018 verbucht.

345 Jahre Schule

Wie viele Schülerinnen und Schüler in Alikon im Laufe der Zeit die Schulbank drückten, ist nicht bekannt. Eine erstmalige Erwähnung einer Schule Alikon geht auf 1671 zurück. Am jetzigen Standort wurde 1841 ein neues Schulhaus erstellt, 1939 und 1978 folgten Umbauten. Auslöser für die Schliessung der Schule waren die Sparmassnahmen des Kantons.

Für die Sanierung des Hauptspielfeldes und Anpassungen der Umgebungsanlangen auf der Sportanlage Ammannsmatt beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 1,7 Mio. Franken. Traktandiert sind weiter ein Kredit von Fr. 470 000 für die Planung und Projektierung Bauland Langweid, die Genehmigung des Reglements über familienergänzende Kinderbetreuung, die Vorfinanzierung für das Projekt Südwestumfahrung sowie das Budget 2018 mit einem Steuerfuss von 102 %.

Die Kreditüberschreitung von gut Fr. 40 000 bei der Sanierung des alten Primarschulhauses Ammannsmatt wird damit begründet, dass der Ersatz der Bodenbeläge im Kredit von Fr. 790 000 nicht eingeplant war. Ausserdem wurde mehr Mobiliar angeschafft als budgetiert und beim Schulsekretariat eine Schallschutzdecke erstellt. Dafür konnten bei der Bauleitung Fr. 46 000 eingespart werden, weil diese durch den Leiter Bau und Planung erfolgte und nicht extern vergeben wurde.