Bremgarten

Beim Alterszentrum Bärenmatt zeichnet sich ein kostspieliges Baupaket ab

Standortfrage entschieden: Auf dem Areal des Alterszentrums Bremgarten sind Ausbauprojekte geplant, nicht auf dem Zentrumsareal Widen. sl

Standortfrage entschieden: Auf dem Areal des Alterszentrums Bremgarten sind Ausbauprojekte geplant, nicht auf dem Zentrumsareal Widen. sl

Das Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten soll nicht nur saniert werden, sondern bald auch eine Demenzabteilung beherbergen. Die Umbaupläne, in denen von einer Demenzstation von 12 bis 15 Plätzen die Rede ist, sind noch nicht umsetzungsreif.

Das 30-jährige Bremgarter Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten muss in grösserem Stil saniert werden. Dass diese umfassende Sanierung bald anzupacken ist, machte Roger Cébe (Unterlunkhofen) an der Tagung des Gemeindeverbandes Regionale Alterszentren deutlich.

Cébe, als Angehöriger des Verbandsvorstands zuständig fürs Ressort Bau und Infrastruktur, erwähnte vorab die mangelhafte Gebäudehülle und Wärmedämmung des Alterszentrums, die zu kleine Küche und die veralteten Nasszellen in den Pensionärszimmern. Diese Sanierung ist freilich nur der eine Teil des Erneuerungspakets, das es zu schnüren gilt.

Demenzstation mit 12 bis 15 Plätzen

Visionär mutet der zweite Teil des Bärenmatt-Erweiterungspakets an. Dabei handelt es sich um einige Ideen und Absichten, die noch nicht umsetzungsreif, aber angedacht sind.

So soll im Zentrum Bärenmatt recht bald eine Demenzstation mit 12 bis 15 Plätzen eingerichtet werden, wie die Vorstandsangehörige Rosella Torre Spielmann (Berikon) erläuterte. Zur Diskussion stehen eine Aufstockung des Gebäudes, eine Ausgliederung der Verwaltung sowie die Einrichtung der Demenzabteilung in den unteren Räumen des Zentrums.

Zudem streben die Verantwortlichen des Gemeindeverbandes Regionale Alterszentren die Realisierung einer Tages- und Nachtstätte mit drei Plätzen für Kurzaufenthalte an.

Kauft Verband die «Promenade»?

Ebenfalls zu einem Thema geworden ist die Restaurantliegenschaft Promenade in unmittelbarer Nähe des Alterszentrums Bremgarten. Die Liegenschaft steht zum Verkauf. Im Vorstand wird ein möglicher Kauf der «Promenade» erwogen, in der Absicht, hier Alterswohnungen zu erstellen.

Zwei Architektenteams sollen die Aufstockungspläne und Erweiterungsvorhaben bautechnisch beurteilen und eine Grobkostenschätzung erstellen. Geld steht nicht in Hülle und Fülle zur Verfügung, die Finanzierung wird nicht einfach sein.

Das Eigenkapital des Gemeindeverbandes beträgt aktuell rund 5 Millionen Franken.

Allein das Bärenmatt-Sanierungspaket kostet voraussichtlich 6 Millionen Franken. Wie stark die Aufstockungs- und Erweiterungsvorhaben finanziell zu Buche schlagen, steht noch nicht fest, genauso wenig, was aus diesem neuen Teil des Baupakets ausser der Demenzstation verwirklicht werden soll und kann.

Dringliches Problem

Kurzfristig muss der Gemeindeverband ein anderes bauliches Problem lösen, ein Sicherheitsproblem, wie Roger Cébe an der Verbandstagung mitteilte.

Aus brandschutztechnischen Gründen muss beim Eingang des Alterszentrums Bärenmatt ein Treppenhaus-Turm erstellt werden, der bei Notfällen von jeder Etage aus problemlos zugänglich ist.

Ein neuer Nottreppen-Turm würde rund 300 000 Franken kosten. Auch wegen der ohnehin anstehenden Bärenmattsanierung muss der Gemeindeverband vorderhand keinen neuen Treppenhaus-Turm bauen. Einstweilen reicht ein provisorischer Turm. Kostenpunkt: ca. 100 000 Franken.

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