Bremgarten

Beim alternativen Herbstmarkt sorgte der Einbahnverkehr für Schutz

Am Wochenende bummelten in Bremgarten rund 10'000 Besucher über den alternativen Herbstmarkt mit seinen 200 Ständen.

Freundlich erklärte der junge Mann vom Sicherheitsdienst den Marktbesuchern am Casinoplatz, welchen Weg sie für den Rundgang einschlagen müssen: «Hier geht es einmal die Strasse hinter den Ständen entlang, dann geht es den Rundgang wieder hinauf.» Dieses System der Einbahnstrasse sollte Staubildungen und grössere Ansammlungen vermeiden.

Marktchef Walter Friedli berichtete, dass aufgrund der Coronapandemie dieses Jahr an eine Durchführung des beliebten «Markt der Vielfalt» nicht zu denken gewesen sei. Doch ganz ohne Marktgeschehen habe die Stadt 2020 nicht vorübergehen lassen wollen.

Als Alternative entschied sich Bremgarten im August dazu, eine abgespeckte Variante auf die Beine stellen, mit dem erwähnten Einbahnstrassen-System sowie Ständen auf Abstand. Ausserdem hatte es bei den Ausstellern und auf dem Areal überall Desinfektionsmittel-Spender.

Markt auch mit Maske ein schönes Erlebnis

Letzten Montag gab die Stadt auf der Website bekannt: «Entscheid vom 19. Oktober: der Herbstmarkt findet statt. Auf dem gesamten Marktgebiet gilt Maskentragpflicht.» Zwar kamen verglichen zum Vorjahr merklich weniger Menschen an den Anlass, rund 10000, dennoch herrschte gute Stimmung.

Dazu der Marktchef: «Es läuft gut und es gab schon einige positive Meldungen von den Marktfahrern, die froh sind, dass ein Markt durchgeführt wird.»

Ein weiterer Grund für die gute Stimmung schien das schöne Herbstwetter zu sein, es lockte Leute zu einem Bummel ins schmucke Bremgarten zum Alternativen Herbstmarkt. «Am Samstag früh hatte ich noch Bedenken, weil es so regnete. Zum Glück wurde es doch noch freundlich und am Sonntag war das Wetter ja gut», freute sich Walter Friedli.

Die Vorbereitungen für den Anlass seien recht aufwendig gewesen, da es viel zu bedenken gab. «In der Marktgasse sind statt der üblichen 44 Aussteller nur 22. Wo das Einbahnstrassen-System nicht funktioniert, achten wir darauf, dass es nicht zu Staus kommt.»

«Wir freuen uns, dass Bremgarten das machte»

Am Stand von Rudi Betscher gab es allerlei feine Wurstwaren zu entdecken. «Es ist der erste Markt für mich in diesem Jahr», erzählte er, «bisher ist es recht ruhig, aber es kommen hoffentlich noch mehr Leute.» Er sei aber froh, dass Bremgarten den Markt möglich gemacht habe.

Glücklich über den Markt zeigten sich auch Belinda Bügler und ihr Sohn Santino, die frisch hergestellte Kartoffelchips verkauften. «Dieses Jahr ist wirtschaftlich schwierig, sonst sind wir von Ende März bis Ende Dezember unterwegs. Das hier ist für uns der erste Markt 2020. Wir freuen uns, dass Bremgarten das auf die Beine gestellt hat.»

Wer sich also wegen der Maskenpflicht Gedanken gemacht hatte, konnte beruhigt sein. An den Ständen gab es viele Gelegenheiten für freundliche Gespräche oder die Möglichkeit Leckereien zu degustieren. Zudem konnten Düfte nach gebrannten Mandeln oder Waffeln auch durch eine Maske erschnuppert werden.

Viel Lob für die Stadt gab es am Schallplattenstand von Ruedi Stierli. Er und sein Kollege betonten: «Es sind nicht so viele Leute unterwegs wie sonst, aber wir wollen das Positive sehen. Der Markt ist sehr gut organisiert, und lieber so als gar nicht.»

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