Das Wegschmeissen einer leeren Colabüchse oder eines Zigarettenpäcklis kann teuer werden. Wird ein Sünder von der Regionalpolizei Wohlen in flagranti ertappt, muss er 50 Franken hinblättern. «Wir werden künftig konsequent und ohne Pardon handeln», erläuterte Repolchef Marco Veil an einer Medienorientierung im Gemeindehaus Wohlen.

Keine neue Erfindung

Der 50-fränkige Litteringtarif ist keineswegs eine neue, Hals über Kopf eingeführte Ordnungsbusse. Sie ist im Polizeireglement verankert, das seit Anfang 2009 in Kraft ist. Das Reglement gilt in allen Wohler Repolgemeinden, also in Büttikon, Dintikon, Dottikon, Hägglingen, Uezwil, Villmergen Waltenschwil und Wohlen. Wer hier auf Strassen, Plätzen, Gebieten oder Stellen des öffentlichen Grunds Abfall wegwirft, könnte also zügig um 50 Franken ärmer werden.

Teuer ist Littering nicht nur für Personen, die erwischt und gebüsst werden. Das Einsammeln und Entsorgen von achtlos oder vorsätzlich weggeworfenem Müll kosten die Gemeinden im Einzugsgebiet der Repol sowie den Kanton zusammen mehrere 100'000 Franken jährlich.

Plakate in den Repol-Gemeinden

Eine soeben lancierte Plakatkampagne in allen Gemeinden des Wohler Repolgebiets macht auf die Littering-Konsequenzen fürs eigene Portemonnaie aufmerksam. Unter der Regie von Peter Eberhart, dem Umweltfachmann der Bauverwaltung Wohlen, sind Plakate mit den drei Littering-Sujets «Pausenplatz», «Haltestelle des öffentlichen Verkehrs» und «Picknickplatz» hergestellt worden.

Die in allen Grössen von A4 bis Weltformat angefertigten Plakate werden in den nächsten Tagen in allen Gemeinden des Repol-Einzugsgebiets angebracht. Dies selbstredend in der Hoffnung, dass diese gemeinsame Aktion der Repol-Verbandsgemeinden Früchte tragen wird.