Dietwil
Bei Dietwil war einmal ein Atomkraftwerk geplant

Dort, wo die Centralschweizer Kraftwerke AG (CKW) heute die grösste Fotovoltaikanlage der Schweiz planen, wollten sie vor bald 40 Jahren ein Atomkraftwerk aufstellen.

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Auf dem Gelände Schweissmatt in der Ebene von Inwil plante die CKW vor bald 40 Jahren ein AKW

Auf dem Gelände Schweissmatt in der Ebene von Inwil plante die CKW vor bald 40 Jahren ein AKW

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Die entsprechende Umzonung der Schweissmatt in der Luzerner Gemeinde Inwil wurde an der Urne knapp mit 292 Ja gegen 280 Nein gutgeheissen. Doch die AKW-Gegner reichten nach der Abstimmung eine Beschwerde ein und kritisierten, der Gemeinderat von Inwil habe die Stimmberechtigten zu kurzfristig und zu wenig umfassend informiert. Sogar das Bundesgericht wurde bemüht, lehnte die Abstimmungsbeschwerde aber ab. Die CKW zogen später ihre Pläne zurück, was das aufgewühlte politische Klima wieder beruhigte. Zum AKW hatte Dietwil nichts zu sagen.

Im 2000 wiederum wollte eine Swiss Dream AG auf der Schweissmatt einen Freizeitpark realisieren. In einer ersten Phase wären 150 Millionen Franken investiert worden, später mehr. Rund 40 Mio. Franken sollten jährlich umgesetzt werden. Für den Betrieb waren - je nach Saison - 80 bis 300 Teilzeit- und Vollstellen vorgesehen. Allein die Gemeinde Inwil hätte durch Billettsteuern jedes Jahr gegen eine Million Franken eingezogen, wurden damals die Vorteile des grössten Schweizer Freizeitparks hervorgestrichen.

Die Gemeinde Inwil stellte sich positiv zum Projekt, alle anderen betroffenen Gemeinden, darunter auch Dietwil, äusserten sich in einem Anhörungsverfahren negativ. Innert kurzer Zeit unterschrieben 2000 Personen eine Petition gegen das Projekt. Der Luzerner Regierungsrat hat dann entschieden, das Richtplanverfahren nicht weiterzuführen, was für die Swiss Dream AG den Verzicht auf den Standort Inwil bedeutete. (ES)