«Düdadooo! Düdadooo!», singt ein kleiner Junge fröhlich auf den Schultern seines Vaters. Als die grossen roten Autos mit den echten Sirenen neben der Mehrzweckhalle vorfahren, hört er auf zu singen und schaut gespannt zu, was die Männer, die herausspringen, da machen.

Es ist die Chemiewehr Dottikon ES, die einen Chemieunfall simuliert. Als orange und grüne Marsmenschen nähern sie sich der Unfallstelle – die bunten Anzüge sind Vollschutzanzüge: Weder Chemikalien noch Gas oder Feuer können eindringen.

Die Bettwiler Handdruckspritze im Einsatz

Die Bettwiler Handdruckspritze im Einsatz

Hitze allerdings schon: Das hervorragende Sommerwetter bescherte den Feuerwehrmännern unter ihren Anzügen locker 40 Grad. Doch die Zuschauer waren begeistert, genauso wie von der Landung des Rega-Helikopters, der Löschübung der Feuerwehr Sarmenstorf, der Strassenrettung der Kollegen aus Wohlen oder der Vorführung der alten Handdruckspritze aus Bettwil, die die Feuerwehrmänner ebenfalls ganz schön ins Schwitzen gebracht hat.

«Gemeinsam stark sein»

Das Wichtigste an diesem Feuerwehrsamstag waren jedoch die angehenden Helden: Elf Jugendfeuerwehrteams aus dem ganzen Kanton massen sich an der Aargauer Meisterschaft. «Für eine Schweizer Meisterschaft kann man trainieren», sagt OK-Präsident Simon Lüthy. «Die Aargauer Meisterschaft ist dagegen ein Plauschwettkampf, bei dem es vor allem darum geht, gemeinsam stark zu sein.»

Die Jugendfeuerwehr Zurzibiet arbeitet präzise und gewinnt die Meisterschaft.

Die Jugendfeuerwehr Zurzibiet arbeitet präzise und gewinnt die Meisterschaft.

So mussten die 10- bis 18-jährigen zukünftigen Feuerwehrleute gemeinsam mit einer Drehangel Fische fangen, mit einer Handdruckspritze einen Ball durch ein Labyrinth spritzen, im Gleichschritt auf langen Ski Wasser transportieren oder Wasserballons mit Fangtüchern auffangen. Die Organisatoren haben alle Register gezogen, um ihrem Nachwuchs einen tollen Wettbewerb zu ermöglichen.

Die schwierigste Disziplin war der Spritz-Parcours, der jenem der Schweizer Meisterschaft nachempfunden war. «Eine geübte Jugendfeuerwehr braucht 20 Sekunden, um 60 Meter Schlauch zu entrollen und unter Druck zu nehmen», so der Speaker. Ganz so schnell war Sarmenstorf nicht und belegte den 9. und 10. Rang. Klarer Sieger war das Team aus dem Zurzibiet.

Jugendfeuerwehr Rued beim Spritzenparcours

Jugendfeuerwehr Rued beim Spritzenparcours