Bremgarten

Behinderte sollen sich mehr bewegen

Der medizinische Dienst (im Bild die Leiterin Marianne Richner) nimmt in der Stiftung St. Josef eine Schlüsselstellung ein. BA

Der medizinische Dienst (im Bild die Leiterin Marianne Richner) nimmt in der Stiftung St. Josef eine Schlüsselstellung ein. BA

Die Stiftung St. Josef bei Bremgarten nimmt an einem Pilotprojekt zur Gesundheitsförderung teil. Dabei liegt der Fokus bei Ernährung und Bewegung.

Gesunde Ernährung und Bewegung sind für Menschen mit einer Behinderung elementar. Deshalb schloss sich die Stiftung St. Josef in Bremgarten einem Projekt der nationalen Behindertendachorganisation Procap an. Kinder und Bewohner sollen animiert werden, sich mehr zu bewegen und sich ausgewogen zu ernähren.

Die Stiftung arbeitet eine Palette von Massnahmen aus, die im Betrieb umgesetzt werden sollen. Vertieft geht die Stiftung das Thema vom 23. bis 28. Mai 2011 an einer internen Projektwoche an. Das teilte Stiftungsleiter Manfred Breitschmid gestern an einer Medienkonferenz mit.

Kinderwohngruppe umgewandelt

Abgeschlossen hat die Stiftung die Umwandlung ihrer Kinder- in eine Erwachsenenwohngruppe. Im letzten Jahr beschäftigte sich ein Projektteam auch mit der Neukonzeption der Heilpädagogischen Schule.

Die bisher getrennten beiden Schulen sollen künftig als eine Schule, allerdings an zwei Standorten, wahrgenommen werden. 2009 feierte ausserdem der Kinderhort Flügepilz seinen 20. Geburtstag.

Nachtwache

Eine Schlüsselstellung in der Stiftung nimmt der Medizinische Dienst ein. Dieser steht laut der Leiterin Marianne Richner den betreuten Menschen, den Angehörigen und dem Personal zur Verfügung.

Ein Team mit fünf Pflegefachfrauen stellt im Haus die Therapien, die Beschaffung von technischen Hilfsmitteln, den Impfdienst und die fachärztliche Versorgung sicher. Dem Dienst sind auch neun Pflegefachleute für die Nachtwache angeschlossen.

Stiftungsleiter Manfred Breitschmid stellte fest, dass der Mangel an heilpädagogischen Fachleuten eklatant sei. «Der Stellenmarkt ist praktisch ausgetrocknet.» Die Fachleute wandern vermehrt zu den Volksschulen ab, wo ihre Assistenzarbeit bei der Integration von Kindern mit einem Handicap in die Regelklassen gefragt ist. Auch bei den Sozialpädagoginnen sei der Personalmangel spürbar, bemerkte Breitschmid. «Für uns gibt es nur ein Mittel, um Gegensteuer zu geben: Wir müssen zu unserem Personal besonders gut Sorge tragen und bei Wechseln unser Beziehungsnetz spielen lassen.»

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