Die Arbeit im Wald hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Dies erfuhren die zahlreichen Teilnehmer während des Waldumganges persönlich. Gemeinsam wanderten die Waldbegeisterten zu drei verschiedenen Posten, wo der ganze Prozess der Holzverarbeitung demonstriert wurde.

Als Gegenstück zu den modernen Technologien zeigte zum Schluss das gutmütige Pferd «Obelix», wie zu Grossvaters Zeiten Holz transportiert wurde. Ohne grosse Anstrengung zog das Tier bis zu 500 Kilogramm schwere Baumstämme durch den Wald. Die Waldfreunde waren vom Pferd und von den Pferdestärken der Maschinen sehr beeindruckt. Die Ortsbürgerkommissionen von Dottikon und Hägglingen haben ganze Arbeit geleistet. Der erste gemeinsame Waldumgang war ein voller Erfolg.

Zusammenschluss im Forstwesen

Ein wichtiges Ziel des Waldumganges war, die gute Zusammenarbeit der beiden Gemeinden zu demonstrieren. Bald wollen sie nämlich mit dem Forstbetrieb Bremgarten, Wohlen, Waltenschwil fusionieren. Die Gemeinden arbeiten zwar schon seit vier Jahren zusammen, wollen den Forstbetrieb nun aber gänzlich zusammenschliessen, um dem wachsenden Wirtschaftsdruck standzuhalten. «Unsere Zusammenarbeit hat sich bis jetzt bewährt», erklärte Oberförster Anton Bürgi.

Das neue Waldareal, welches insgesamt über 960 Hektaren umfassen wird, soll nach der Fusion Forstgebiet Wagenrain heissen. Der Vertrag ist bereits aufgesetzt, das Stimmvolk entscheidet an den Gemeindeversammlungen. «Wir legen den Stimmbürgern wärmsten ans Herz, den Vertrag anzunehmen», appellierte Anton Bürgi an die Besucher.

Demonstration neuster Maschinen

Ein wichtiger Grund für die Fusion ist der wirtschaftliche Nutzen. Seit vielen Jahren sinken die Holzpreise stetig. «Zum Glück ermöglichen uns die modernen Maschinen, billiger zu holzen», erklärte Anton Bürgi. Wie dies funktioniert, wurde am Anlass gezeigt. Vor den Augen der Anwesenden fällte der 14-tonnige Vollernter mehrere Bäume in wenigen Minuten, mass und sortierte sie danach auch gleich. Besonders die Kinder waren begeistert von dem riesigen Gefährt.

Besitzer Pius Wiss teilte mit: «Um eine solche Maschine richtig zu beherrschen, muss man vorher 100 000 Bäume gefällt haben.» Der Aufwand sei es jedoch wert, denn die Leistung sei viel grösser als früher.

Veränderungen wie Fortschritte in der Technik und der Zusammenschluss der Gemeinden passieren im Waldgewerbe andauernd. Über die Vor-und Nachteile der Veränderungen wurde im Anschluss des Waldumgangs bei Wurst und Brot im Festzelt noch lange diskutiert.