Sins

Beat Schlatter und eine Sinserin unterstützen Rheuma-Kranke

Beat Schlatter erachtet es als wichtig, dass der Bechterew bei Betroffenen frühzeitig erkannt wird. «Ich freue mich, wenn durch meinen Einsatz anderen geholfen werden kann, und die Krankheit bekannter wird.»

Beat Schlatter erachtet es als wichtig, dass der Bechterew bei Betroffenen frühzeitig erkannt wird. «Ich freue mich, wenn durch meinen Einsatz anderen geholfen werden kann, und die Krankheit bekannter wird.»

Die meisten Betroffenen der unheilbaren rheumatischen Krankheit Morbus Bechterew kennen ihre Diagnose bis heute nicht. Zwei Kurzfilme mit Beat Schlatter und einer Sinserinwollen aufklären.

Was haben eine Hochzeit und ein Verkehrschaos gemeinsam? Beide Szenerien eignen sich bestens, um auf das Problem der jahrelangen Diagnoseverzögerung bei Bechterew hinzuweisen. Mit Schauspieler Beat Schlatter in der Hauptrolle, hat die Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew zwei witzige Spots mit einer ernsten Botschaft realisiert. Dabei mitgewirkt hat auch Beatrice Eberlein. Bei der heute 48-jährigen Sinserin wurde im Alter von 20 Jahren Morbus Bechterew diagnostiziert. «Ich komme mit dem Bechterew eigentlich ganz gut zurecht. Einschränkungen habe ich vor allem aufgrund der Versteifung und Krümmung des Rückens bei sportlichen Aktivitäten.»

Eberlein hatte insofern Glück, als ihre Diagnose schon relativ bald nach dem Krankheitsausbruch festgestellt wurde – bereits nach einem Jahr. Viele kennen ihre Diagnose bis heute nicht. Im Schnitt dauert es von den ersten Symptomen bis zur Diagnose sechs Jahre. «In dieser Zeit wissen die Betroffenen oft nicht, ob Bewegung für sie gut ist oder ob sie sich schonen sollen. Unser Ziel ist es, diese Zeit zu verkürzen», erklärt René Bräm, Geschäftsleiter der Schweizerischen Vereinigung Morbus Bechterew.

Mit diesem Ziel vor Augen entstand die Idee, Spots zu realisieren, die das schwere Thema mit einem Augenzwinkern aufnehmen. Beat Schlatter spielt darin die Hauptrolle, was Bräm als Glücksfall bezeichnet: «Er hat den Spagat zwischen der notwendigen Ernsthaftigkeit und einer Prise Humor hervorragend gemeistert.» Und auch Eberlein, die in den Spots als Statistin mitgewirkt hat, ist voll des Lobes: «Ich war sehr neugierig, wie so etwas gemacht wird. Und natürlich war es eine riesige Motivation, mit Beat Schlatter zusammen zu drehen. Alle waren sehr konzentriert, die Stimmunf freundschaftlich und angenehm.»

Schauplatz des Bechterew-Spots «Hochzeit» ist die Kirche St. Katharinental in Diessenhofen TG. In der Rolle eines katholischen Pfarrers möchte Beat Schlatter ein junges Paar trauen und das Eheversprechen abwarten. Doch bevor sich das Brautpaar das Ja-Wort geben kann, greift sich der Pfarrer an den schmerzenden Nacken. Die strahlenden Gesichter der Hochzeitsgäste weichen argwöhnischen Blicken. Und wie reagiert der Pfarrer? Er macht eine Gymnastikübung und animiert die ganze Hochzeitsgesellschaft, mitzuturnen.

Beat Schlatter seinerseits erachtet es als wichtig, dass der Bechterew bei Betroffenen frühzeitig erkannt wird. «Ich freue mich, wenn durch meinen Einsatz anderen geholfen werden kann, und die Krankheit bekannter wird.»

Die Bechterew-Spots «Hochzeit» und «Verkehrschaos» werden auf verschiedenen Kanälen verbreitet. Im Internet sind sie unter www.bechterew.ch sowie auf der Facebook-Seite und dem Youtube-Kanal (bechterewschweiz) der Vereinigung aufgeschaltet. Zudem werden die Spots in diversen Schweizer Kinos und im Lokalfernsehen ausgestrahlt.

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