Bremgarten
BDWM schwimmt auf Erfolgswelle und fasst Flottenausbau ins Auge

Die BDWM-Transport AG legte 2011 ein Rekordjahr hin und denkt bereits laut über den weiteren Ausbau der Bahnflotte der Bremgarten-Dietikon-Bahn nach.

Jörg Baumann
Merken
Drucken
Teilen
BDWM-Verwaltungsratspräsident Herbert Huber (links) und Direktor Severin Rangosch.

BDWM-Verwaltungsratspräsident Herbert Huber (links) und Direktor Severin Rangosch.

Jörg Baumann

«Wenn die Züge auch in Zukunft so gut frequentiert sind wie heute, dann müssen wir bis in fünf Jahren wieder zwei oder drei neue Triebwagen anschaffen», sagte BDWM-Direktor Severin Rangosch an der Generalversammlung des Unternehmens in Bremgarten.

«In den Stosszeiten könnten wir dann drei Triebwagen gleichzeitig fahren lassen», meinte Rangosch. Sinnvollerweise sollten die Fahrzeuge wieder beim Grossunternehmen Stadler Rail-Group bestellt werden, das die BDWM-Transport AG bereits mit elf modernen Diamant-Zügen ausgerüstet hat.

Mehr Verkehr kostet mehr

Der BDWM-Direktor warb bei den Aktionären um Verständnis, dass die Tarife Ende 2011 erhöht werden mussten. «Wenn immer mehr Leute auf den öffentlichen Verkehr umsteigen, zieht das auch mehr Investitionen nach sich.» Die nächste Tarifanpassung sei noch nicht beschlossen, aber irgend einmal nicht mehr aufzuhalten. Seine Freude konnte Rangosch nicht verbergen, als er mitteilte, dass die BDWM-Transport AG das Rennen um die Konzession des Limmat-Busses gewonnen hat. «Wir streben auch die Konzession für die Limmattalbahn an», sagte er. «Die Bahnkonzession ist für uns die einzigartige Chance, nochmals auf der Schiene zu wachsen.»

Schnellbus auf der Erfolgsspur

Als Erfolgsgeschichte hob Rangosch auch den Schnellbus Bremgarten-Zürich Enge hervor. Dieser legte 2011 bei den Passagierzahlen um 17,4 Prozent zu und lieferte bereits einen Gewinn ab. Die BDWM-Transport AG müsse nun für den Schnellbus noch das Stauproblem an der Autobahnausfahrt in der Brunau in Zürich lösen. «Wir setzen uns dafür ein, dass der Schnellbus die Standspur benützen darf, um dem Stau auszuweichen.» Mehr Platz brauche auch die BD-Bahn auf dem Stadtgebiet in Dietikon. Hier soll das einspurige Geleise auf die Doppelspur erweitert werden. Die Verhandlungen mit den zuständigen Ämtern laufen.