Jonen

Baustart für Schutz gegen Jahrhundert-Hochwasser

Ein Foto vom Hochwasser 2012 in Jonen. Ab Mai diesen Jahres werden im Dorf Schutzmassnahmen gebaut.

Ein Foto vom Hochwasser 2012 in Jonen. Ab Mai diesen Jahres werden im Dorf Schutzmassnahmen gebaut.

In Jonen startet nach Ostern die erste Etappe der Bauarbeiten im Dorfkern.

Vorbeugen ist besser als Heilen. Dieses Motto gilt besonders beim Schutz gegen Hochwasser. In Jonen beginnt deshalb der Kanton nach Ostern mit den Bauarbeiten, die den Ortskern vor einem Hochwasser-Ereignis, das statistisch alle 100 Jahre auftritt, schützen soll.

Im Februar informierten die Behörden die Jonerinnen und Joner über die einzelnen Bauschritte. Ziel ist es, dass das Hochwasser nicht über die Ufer tritt und im Bachbett abfliessen kann. Für die Arbeiten rechnen die Behörden mit einer Dauer von zwei Jahren, aufgeteilt in drei grössere Etappen.

Nächste Woche wird dazu das Bachbett zwischen der Brücke Urnerweg und der Kantonsstrasse verbreitert und einseitig abgeflacht. Die Brücke muss für sämtlichen Verkehr gesperrt werden, dieser wird über die Mattenhofstrasse umgeleitet. Für die Kinder wird aber zum Schutz eine temporäre Fussgängerbrücke auf Höhe des Spielplatzes errichtet. Ab Oktober wird der Abschnitt zwischen der Mattenhofstrasse, wo jene Brücke gesperrt wird, und dem Urnerweg ausgebaut.

Lösung für Busumleitung in Aussicht gestellt

Erst im Mai 2021 startet die dritte Etappe, die schon im Vorfeld an der Infoveranstaltung zu reden gab. Betroffen ist die Strecke zwischen Kantonsstrasse und Mühlematt mit der Brücke Sennhüttenstrasse, die zeitweise ebenfalls gesperrt werden muss. Einige Joner hatten Bedenken über die Linienführung des Postautos während der Bauzeit. Der Bus wird über die Dorfstrasse umgeleitet.

«Die Strasse hat nicht einmal ein Trottoir, ist eng und gefährlich für Kindergärtler und Schüler», sagte ein Anwohner. Bastian Schmid, Projektleiter der kantonalen Abteilung Landschaft und Gewässer, erklärte damals: «Es wird schwierig. Eine Alternative besteht leider nicht.»

Nun ist doch eine bessere Lösung für die Busumleitung in Sicht. In der Mitteilung heisst es, dass Kanton und Gemeinde die Sicherheitsbedenken zur Kenntnis nahmen und «derzeit laufen Anstrengungen, um einen ohnehin vorgesehenen Wendeplatz beim südlichen Dorfeingang im beschleunigten Verfahren zu realisieren. Damit würde auch das Problem der bisher unschönen Wendesituation im Dorfzentrum langfristig gelöst.»

Die Kosten für die Hochwasserschutz-Massnahmen betragen rund acht Mio. Franken. Davon übernimmt der Bund 2,7 Mio., der Kanton 2,9 Mio. und die Gemeinde Jonen rund 2,4 Mio. Franken.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1