Sins

Baustart der Südwestumfahrung voraussichtlich im Jahr 2019

Geplante Umfahrung mit der Rad- und Gehwegbrücke Schürmatt und dem Südportal des neuen Tunnels.

Geplante Umfahrung mit der Rad- und Gehwegbrücke Schürmatt und dem Südportal des neuen Tunnels.

Die Südwestumfahrung Sins ist einen Schritt weiter, der Regierungsrat hat das Bauprojekt genehmigt.

Wenn alles rund läuft, wird die Gemeinde Sins ab 2021 oder 2022 endlich massiv vom Durchgangsverkehr entlastet. Der Regierungsrat hat das Bauprojekt für die Südwestumfahrung genehmigt, die Detailplanung kann somit weitergehen. Der Baubeginn soll laut Information vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) im Laufe des Jahres 2019 erfolgen, gerechnet wird mit einer Bauzeit von drei Jahren.

Die stetig wachsende Verkehrsbelastung ist in Sins seit Jahrzehnten ein Thema. Dauerthema. 1993, vor knapp 25 Jahren also, konnte als erste Massnahme das Nadelöhr SBB-Niveauübergang/Holzbrücke aufgehoben werden. Der Verkehr rollt seither über die neue Reussbrücke.

Schon damals war auch der Bau einer Südwestumfahrung ein Thema. Sie war schon 1980 vom Grossen Rat ins Mehrjahresprogramm für den Ausbau der Kantonsstrassen aufgenommen worden. Eine konkrete Projektstudie wurde der Bevölkerung aber erst 2006 vorgestellt. Im September 2012 hat die Gemeinde Sins ihren Kreditanteil von knapp 10 Mio. Franken bewilligt. Der Grosse Rat beschloss am 15. Januar 2013 den Kantonsanteil von 78,6 Mio. Franken für das gesamthaft auf 88,4 Mio. Franken veranschlagte Vorhaben.

Einsprachen zurückgezogen

In Sins treffen die beiden Nord-Süd-Hauptverkehrsachsen aus dem Bünztal und dem Reusstal zusammen. Das Dorfzentrum zwischen den beiden Kreiseln Einhorn und Reussbrücke ist stark belastet. Laut BVU sind es aktuell rund 18 000 Fahrzeuge pro Tag, in den nächsten Jahren wird eine weitere Zunahme des Verkehrs im südlichen Freiamt erwartet.

Die Südwestumfahrung wird das Dorf deutlich entlasten. Das Projekt sieht eine Umfahrung vor mit einem 912 Meter langen Tunnel und einer 67 Meter lange Brücke über das Bachtal. Die Umfahrung wird mit zwei neuen Kreiseln im Norden und Süden an die Aarauer- und die Luzernerstrasse angeschlossen.

Das Gesamtprojekt mit dem Gesuch für die damit verbundenen Rodungen ist bereits im Mai/Juni 2015 öffentlich aufgelegt worden. Laut Departement Bau, Verkehr und Umwelt gingen dabei zehn Einwendungen ein. Nach den Verhandlungen mit den Einsprechern seien eine Einwendung vorbehaltlos und neun Einwendungen aufgrund von Zusicherungen zurückgezogen worden.

Am 27. September 2017 habe der Regierungsrat die im Einspracheverfahren gemachten Zusicherungen bestätigt und das Umfahrungsprojekt, das dementsprechend leicht angepasst werden musste, genehmigt.

Landerwerb und Submission

Als nächster Schritt stünde nun das ordentliche Landerwerbsverfahren an. Parallel dazu werde die Submission der Hauptarbeiten vorbereitet. Der Baubeginn erfolge – wie bereits erwähnt – voraussichtlich 2019, man rechne mit einer Bauzeit von rund drei Jahren, teilt das BVU weiter mit.

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