Merenschwand

Bauprojekt im alten Ortskern: Sorgfältige Planung ist wichtig

Mit einer neuen Zentrumsüberbauung und einem Verkehrskreisel wird sich der Dorfkern von Merenschwand wesentlich verändern.

Mit einer neuen Zentrumsüberbauung und einem Verkehrskreisel wird sich der Dorfkern von Merenschwand wesentlich verändern.

Die neue Zentrumsüberbauung der Landi Freiamt sowie der Kreisel sollen sich gut in das Dorf einfügen. Das Vorhaben gilt aufgrund der Lage als sehr anspruchsvoll.

Es ist ein besonders anspruchsvoller Ort in verschiedener Hinsicht, das Areal rund um das ehemalige Gasthaus Hirschen in Merenschwand. Die Lage am Rande des kulturgeschichtlich bedeutsamen Dorfkerns erfordert einen sorgfältigen Umgang in Planung und architektonischer Gestaltung.

Jetzt liegt der Gestaltungsplan Zentrum öffentlich auf. Er bezweckt über eine Fläche von rund 4400 Quadratmetern eine gute Integration der geplanten Zentrumsüberbauung in die bestehende Situation. Er soll zudem eine koordinierte Erschliessung für alle Verkehrsträger gewährleisten und den unterschiedlichen Nutzerbedürfnissen angepasste, attraktiv gestaltete Aussenräume bringen.

Gemischte Nutzung

Die Landi Freiamt beabsichtigt, ihr Geschäfts- und Wohnhaus an der Zürcherstrasse 4 abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen. Auf dem Areal zwischen Luzernstrasse, Zürichstrasse und der Schulanlage im Zentrum von Merenschwand soll eine gemischt genutzte Überbauung realisiert werden.

Das konkrete Bauprojekt der Landi sieht im Erdgeschoss gewerbliche, publikumsorientierte Nutzungen und in den Obergeschossen Wohnungen vor. Die bereits bestehende Tankstelle wird in die neue bauliche Konzeption integriert. Der Gestaltungsplan Zentrum liegt zudem innerhalb des rechtskräftigen Erschliessungsplans Hirschen, der im März 2010 vom Regierungsrat genehmigt wurde. Der Erschliessungsplan sichert im Knotenbereich die benötigte Landfläche für den geplanten Kreisel.

Im Sommer/Herbst 2013 wurde ein privater Studienauftrag durchgeführt, in welchem neben der Landi Freiamt und der Feldmann-Immobilien AG auch Vertreter der Gemeinde und des Kantons beigezogen wurden. Das im Studienauftrag zur Weiterbearbeitung empfohlene Projekt des Architekturbüros Morislav Sik, das in Teilen überarbeitet wurde, dient als Basis für den Gestaltungsplan Zentrum.

«Vorbildlich»

In ihrer fachlichen Stellungnahme zum Gestaltungsplan erachtet die Marti Partner Architekten und Planer AG das Vorgehen, mit einem Studienauftrag an verschiedene Architekturbüros die ideale Überbauungsform zu finden, «als vorbildlich». Es handle sich um eine ortsbaulich sehr anspruchsvolle Lage im alten Ortskern, der im kantonalen Richtplan als Ortsbild von nationaler Bedeutung eingestuft ist.

Der Gestaltungsplan sei ein geeignetes Instrument, die Rahmenbedingungen für die zukünftige Bebauung verbindlich festzulegen. Es werden nur zwei Ergänzungen vorgeschlagen: Festlegung des Ausbaustandards und Führung der kantonalen Radroute sowie ein detaillierter Umgebungsplan bereits zum Zeitpunkt der Baueingaben.

Meistgesehen

Artboard 1