Geplant war, die seit April gesperrte Kantonsstrasse zwischen Waltenschwil und Hermetschwil in zwei Wochen wieder dem Verkehr übergeben zu können.

«Mit dem Termin vom 2. September klappt es jetzt leider nicht», sagt Elmin Jelecevic, verantwortlicher Projektleiter vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU).

Untergrund noch nässer als ursprünglich angenommen

Grund für die Verzögerung von voraussichtlich rund zwei Wochen ist der Untergrund im langen Waldstück. Weil man gewusst hat, dass dieser alles andere als gut ist, wurden bei der Projektierung geologische Untersuchungen gemacht. Deren Ergebnis ist dann auch in die Planung eingeflossen.

Allerdings: «In einigen Bereichen der Strecke ist das Fundament der Strasse noch deutlich schlechter, als wir aufgrund der Untersuchungen erwartet haben», erklärt Jelecevic. Sie weise teilweise eine noch kleinere Stärke auf, als aufgrund des geologischen Berichts zu erwarten gewesen sei. Zudem seien beim Bau der Strasse früher an einigen Stellen Baumstämme in der Strassenkofferung verbaut worden. Die habe man mit viel Aufwand entfernen und die Fundationsschicht neu auffüllen müssen.

Zudem hat bei der laufenden Sanierung den Bauarbeitern auch das Wetter zeitweise einen Strich durch die Rechnung gemacht: «Die starken Regenfälle haben die ohnehin nassen und lehmigen Stellen im Waldbereich noch zusätzlich durchnässt. Die Fundation konnte deshalb zeitweise nicht mehr mit Baumaschinen befahren werden. Zeitweise blieben Lastwagen sogar stecken und mussten mithilfe von Baggern wieder flott gemacht werden», führt der Projektleiter weiter aus.

Abschluss des Projekts ist nicht betroffen

In ihrer Summe hätten diese Umstände zur eingangs erwähnten Verzögerung geführt. Nicht tangiert davon ist der vom BVU kommunizierte Endtermin für die umfassende Sanierung des Strassenabschnitts: «Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir das auf 4,4 Mio. Franken veranschlagte Projekt Mitte Oktober abschliessen können», sagt Elmin Jelecevic. Das wäre dann immer noch rund ein Monat vor dem ursprünglich ins Auge gefassten Termin im November.

Auch finanziell, erklärt Jelecevic weiter, sei man trotz dem zusätzlichen Aufwand auf Kurs: «Die daraus resultierenden Mehrkosten können wir voraussichtlich dank einer günstigeren Auftragsvergabe wieder auffangen.»

Keine Verzögerung zur Folge hat die nachträglich beschlossene Ausweitung der Sanierung. Um die knapp sechs Monate dauernde Sperrung effizient nutzen zu können, wird auch vom Dorfausgang Waltenschwil bis zum Beginn der eigentlichen Sanierung beim Waldeingang, der Belag ersetzt. Das war nicht vorgesehen. «Wir machen das», führt Elmin Jelecevic aus, «damit wir in ein paar Jahren die Strasse nicht erneut sperren müssen.»

Toni Widmer