Der Kanton hält fest, dass die Vorteile, die der neue Radweg gegenüber der heutigen Situation (Beleuchtung und Fahrverbot) für die Verkehrsteilnehmer bringen würde, in keinem Verhältnis zu den nachteiligen Auswirkungen auf Raum und Umwelt sowie den Wald stehe.

Der Gemeinderat Hermetschwil-Staffeln habe den kantonalen Entscheid mit grosser Enttäuschung zur Kenntnis genommen, heisst es in einer Mitteilung. Er werde nun zusammen mit einem Juristen beim Regierungsrat Beschwerde einreichen. «Es darf nicht sein, dass die Verkehrssicherheit entlang der Stafflerstrasse erst dann verbessert wird, wenn es einen folgenschweren Unfall gegeben hat», hält der Gemeinderat fest.

Viele Diskussionen

Über das Projekt «Gehweg zum Waldheim» wurde schon an vielen Gemeindeversammlungen diskutiert. Mehrmals wurde verlangt, dass die gefährliche Verkehrssituation entlang der Stafflerstrasse, zwischen dem Dorfteil Staffeln und der Kantonsstrasse 361 entschärft werden soll. Am 24. November 2010 genehmigte der Souverän einen Kredit von 121 000 Franken für den Bau eines Fuss- und Gehweges entlang der Stafflerstrasse. «Die Bevölkerung hat erkannt, dass die Verkehrssicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer - namentlich auch für unsere Schülerinnen und Schüler, welche die Oberstufen in Bremgarten besuchen - dringend verbessert werden muss», schreibt der Gemeinderat. Seit dem Gemeindeversammlungsbeschluss waren der Gemeinderat und Planer damit beschäftigt, eine optimale Variante zu entwickeln. (aw)