Bezirk Muri
Bäuerinnen aus dem Bezirk Muri haben eine neue Präsidentin

Ursula Brunner löst Bernadette Barmettler nach sechs Jahren Präsidialzeit ab

Eddy Schambron
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Bernadette Barmettler (Mitte) übergibt das Präsidium an Ursula Brunner (rechts), neu im Vorstand sitzt Vreni Emmenegger (links). Eddy Schambron

Bernadette Barmettler (Mitte) übergibt das Präsidium an Ursula Brunner (rechts), neu im Vorstand sitzt Vreni Emmenegger (links). Eddy Schambron

Eddy Schambron

Die Landfrauen und Bäuerinnen des Bezirks Muri haben eine neue Präsidentin: Ursula Brunner-Mettler aus Rüstenschwil/Auw folgt Bernadette Barmettler-Balmer, Aettenschwil, welche nach elf Jahren im Vorstand, davon fünf als Präsidentin, demissioniert hat. In den Vorstand rückt Vreni Emmenegger-Arnold, Waltenschwil, nach. An der Generalversammlung konnten auch neue Ortsvertreterinnen begrüsst werden.

Die scheidende Präsidentin hat die Vereinsarbeit mit sehr viel Herzblut bewältigt, würdigte Vorstandsmitglied Trudi Vollenweider ihr Wirken. «Bernadette Barmettler hat uns mit ihrer aufgestellten Art, mit ihren Ideen und ihrem riesigen Netzwerk immer unterstützen und begeistern können». Sie habe in ihrer Zeit im Vorstand und vor allem als Präsidentin viel bewegen können. Wichtig sei ihr immer auch der Kontakt zu den Ortsvertreterinnen gewesen. Ihre Nachfolgerin, Ursula Brunner, ist in der Innerschweiz auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat ursprünglich Konditorin-Confiseurin gelernt. Nach Sprachaufenthalten in Spanien und England besuchte sie die Handelsschule und widmete sich später der Alternativmedizin. Seit 2007 ist sie in Rüstenschwil ansässig und betreibt mit ihrem Mann auch einen kleineren Bauernhof.

Wechsel bei Ortsvertreterinnen

Als Ortsvertreterinnen haben Maria Villiger und Gabi Kaufmann-Pfau in Alikon und Edith Villiger-Kneubühler in Reussegg demissioniert. In Alikon übernehmen Mirjam Pertermann-Bernet, Holderstock, und Regula Gamma-Eicher, Alikon, und in Reussegg Nicole Villiger-Füglister dieses Amt. Nach fünf Jahren Vakanz wird Chrigi Reist in Dietwil wieder als Ortsvertreterin aktiv werden. In Waltenschwil wird neu Vreni Emmenegger durch Martha Strebel unterstützt und in Buttwil ist seit einem Jahr Eveline Grossenbacher-Fried Ortsvertreterin. Weil sich keine Ortsvertreterin finden liess, hat Sins neu mit Priska Huwiler-Vollenweider eine Kontaktperson. Barmettler betonte die Wichtigkeit der Ortsvertreterinnen: So wurden von ihnen im Bezirk 18 Kurse in Kochen, Backen, Hauswirtschaft, Werken und Gestalten, Garten und Floristik, Gesundheit und Allgemeinbildung angeboten.

Managerinnen

Der Sinser Gemeindeammann Josef Huwiler stellte nicht nur seine Gemeinde, die mit 1500 Hektaren oder 70 Prozent Landwirtschaftsland und 350 Hektaren Wald aufwarten kann, kurz vor, sondern rückte die Bedeutung der Bäuerinnen und Landfrauen ins rechte Licht: «Sie haben einen der vielfältigsten Berufe überhaupt und sind als Familien- und Betriebsmanagerinnen stark gefordert.» Als «multifunktionale Personen» würden sie viel Kraft brauchen, alles zu meistern, aber dafür eine besonders spannende Tätigkeit ausüben können. Die Präsidentin wiederum wünschte sich mehr Wertschätzung für die Produkte und Dienstleistungen, welche die Landwirtschaft hervorbringt. «So würde saisonales und regionales Handeln und Einkaufen an Bedeutung gewinnen.» In ihrem Jahresbericht zeigte sie die vielfältigen Aktivitäten des Vereins, der 636 Mitglieder zählt, auf. Dazu gehören Ausflüge genauso wie Besichtigungen oder Kurse. Thomas Rüttimann, Vorstandsmitglied des Freiämter Landwirtschaftsvereins, dankte der scheidenden Präsidentin und dem ganzen Verein für das Engagement. Die Zusammenarbeit mit den Bäuerinnen und Landfrauen klappe «wie am Schnüerli».

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