Bahnverkehr
Barrierenstreit im Freiamt: Bundesamt für Verkehr weist Einsprachen von Gemeinden ab

An drei Kreuzungen in Bremgarten, Berikon und Zufikon will die BDWM-Bahn künftig Barrieren aufstellen. Gemeinden, Anwohner und der Kanton wehren sich dagegen, weil sie Einschränkungen für den Strassenverkehr befürchten. Nun hat das Bundesamt für Verkehr ihre Einsprachen abgewiesen.

Fabian Hägler
Merken
Drucken
Teilen

az/Robert Benz

Braucht es bei drei Kreuzungen in Bremgarten, Berikon und Zufikon wirklich Barrieren, um die Sicherheit zu gewährleisten? Ja, sagt die BDWM Transport AG, welche die Bremgarten-Dietikon-Bahn betreibt. Vor mehr als drei Jahren hat die Bahn deshalb entsprechende Projekte für Barrieren eingereicht und ein Planbewilligungsverfahren gestartet.

Nein, sagen die betroffenen Gemeinden, mehrere Anwohner und der Kanton. Die neuen Barrieren würden Staus verursachen und Busverbindungen beeinträchtigen, weil die Schranken pro Tag je nach Standort bis zu 150-mal geschlossen wären. Gleich mehrere Einsprachen gegen die Barrierenpläne gingen im Jahr 2014 beim Bundesamt für Verkehr ein.

Zufikon akzeptiert den Entscheid

Nun hat das Bundesamt entschieden, wie der Gemeinderat Zufikon mitteilt. "Bern" habe die Einsprache von Zufikon "in Sachen Sanierung Bahnübergang Zufikerstrasse auf der Strecke Bremgarten-Bibenlos der BDWM Transport AG abgewiesen", heisst es in den Gemeindenachrichten. Auch die Einsprachen von umliegenden Gemeinden, des Kantons Aargau sowie von Anwohnern der Bibenlosstrasse wurden demnach abgewiesen

Zufikon akzeptiert den Entscheid des Bundesamts: "Aufgrund des Kostenrisikos und der geringen Aussichten auf Erfolg hat der Gemeinderat beschlossen, den Plangenehmigungsentscheid bezüglich Bahnschranke nicht an das Bundesverwaltungsgericht weiterzuziehen." Offen ist, wie die anderen Gemeinden, der Kanton und die privaten Einsprecher reagieren.