3. Gexi-Gleis
Bald Halbstundentakt - Neues Gleis bringt bessere Zugverbindungen

In Lenzburg, wo das neue Gleis liegt, war es nur ein kurzer Akt. Gefestet wurde im Freiamt, dem die Beseitigung des Engpasses im Gebiet Gexi deutlich bessere Zugverbindungen bringt.

Toni Widmer
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Gexi-Weichen sind gestellt

Gexi-Weichen sind gestellt

Der Lenzburger Stadtammann Hans Huber ist hochbeglückt über die Inbetriebnahme des 2,6 Kilometer langen, neuen Gleisabschnitts zwischen dem Bahnhof Lenzburg und Gebiet Gexi im Grenzgebiet zu Othmarsingen. Doch die Freude ist für ihn noch lange kein Grund, sich zurückzulehnen. Er machte klar, dass die Investition von knapp 2 Mio. Franken, welche die Stadt im Rahmen der Realisierung des 85 Mio. Franken teuren SBB-Projekts für zwei Brücken tätigen musste, eigentlich ja überwiegend der SBB und dem Freiamt zugute kommt. Und wiederholte flugs seine schon im September 2008, am Spatenstich für das neue Gleis aufgestellte Forderung: «Jetzt ist es Zeit für die direkte Schnellzug-Verbindung von Lenzburg zum Flughafen Kloten.»

Huber geht weiter davon aus, dass Lenzburg in Bälde auch das seit Jahren erhoffte, moderne Bahnhofgebäude erhält. «Dann», sagte er, «sind wir mit den SBB und dem Kanton mehr als zufrieden.»

Auch Baudirektor und Landammann Peter C. Beyeler liess es nicht bei den Lobpreisungen für die Bahn (er stimmte einleitend die alte Melodie «Wir fahren mit der SBB» an) und das 3. Gexi-Gleis bewenden, sondern formulierte unmissverständlich seine nächste Forderung an die SBB: «Ich setze alles daran, dass in meiner Amtszeit der Halbstundentakt für die S-Bahn noch eingeführt wird.»

Und an die Adresse von Stadtammann Huber sagte er schmunzelnd: «Wenn der Lenzburger Stadtammann sagt, er sei zufrieden mit dem Kanton, dann fürchte ich, er befasst sich bereits mit dem Anliegen.» Beyeler dankte den Verantwortlichen der SBB sowie beauftragten Unternehmen für die rasche Realisierung: «Es war eine komplexe Grossbaustelle, hier ist in den vergangenen zwei Jahren hervorragende Arbeit geleistet worden.»

Die Forderungen von Landammann Beyeler und Stadtammann Huber erreichten die SBB in Lenzburg übrigens nicht direkt. Philippe Gauderon, Leiter SBB-Infrastruktur und Mitglied der Geschäftsleitung, kam leicht verspätet zum Festakt in Lenzburg. Grund: Eine technische Panne auf der Bahnfahrt zwischen Fribourg und Bern... Die SBB, sagte Gauderon, setzten alles daran, ein gutes Angebot zu gewährleisten.

Die von der Bevölkerung gewünschte Mobilität habe jedoch ihren Preis. Für die Finanzierung der nötigen Infrastruktur müssten dringend neue Wege gefunden werden.» - In einem neuen Flirt-Extrazug verschob sich die Festgemeinde von Lenzburg aus in Richtung Freiamt. Dort wurden die durch das neue Gleis ermöglichten, zusätzlichen Zugverbindungen mit einem grossen Eisenbahnfest gefeiert.