Mit 236 gegen 65 Stimmen ist die auf knapp 5 Mio. Franken veranschlagte Sanierung der Villmerger Sportanlage Badmatte an der Gemeindeversammlung vom 23. November deutlich gutgeheissen worden. Am 31. Dezember ist dieser Beschluss in Rechtskraft erwachsen, und damit kann die Umsetzung zügig an die Hand genommen werden.

Renato Sanvido, der das Projekt als Gemeinderat betreut und an der Gemeindeversammlung auch präsentiert hat, ist zufrieden: «Wir haben diese Sanierung über Jahre hinweg geplant und nach einem komplexen Prozess ein Projekt präsentiert, hinter dem wir stehen können. Es freut mich sehr, dass die Zustimmung an der Gemeindeversammlung mit 60% deutlich höher gewesen ist, als wir erwarten durften, und auch, dass der Beschluss jetzt bereits in Rechtskraft erwachsen ist.» Jetzt, erklärt Sanvido, wolle man die Realisierung zügig vorantreiben.

Öffentliche Auflage im Februar

Weil die Gemeinde Villmergen das Projekt nicht nur finanziert, sondern auch Bauherrin ist, wird in den nächsten Monaten vor allem Reto Studer, dem Leiter der Abteilung Bau, Planung und Umwelt, die Arbeit nicht ausgehen. Als erster Schritt, erklärt er, erfolgen jetzt die Eingabe des offiziellen Baugesuchs sowie die öffentliche Auflage, die für Februar geplant ist. Parallel dazu wird auch das Submissionsverfahren eingeleitet: «Das ist ziemlich aufwendig, weil dafür die Pläne des Projekts sowie die geplanten Arbeitsabläufe in der Umsetzungsphase bereits detailliert vorliegen müssen», sagt Studer. Wenn es im Baugesuchsverfahren keine Einwendungen gibt und auch das Baudepartement seine Zustimmung erteilt, könne im April mit der Realisierung begonnen werden. Gibt es hingegen Einsprachen, werde sich die Umsetzung entsprechend verzögern.

Beginnen will man mit dem Bau des Kunstrasenfeldes, zu dem auch ein neues Garderoben- und Technikgebäude gehört. Die Idee dahinter ist es, mit einem etappierten Vorgehen den Spiel- und Trainingsbetrieb für den Fussballclub einigermassen aufrechterhalten zu können. «Das Hauptfeld», erklärt Reto Studer, «wird in Betrieb sein, bis das neue Kunstrasenfeld bespielbar ist. Wenn alles rund läuft, ist das Ende August der Fall, und dann können wir ab September den Naturplatz sanieren.»

Nur der Ballfänger bleibt

Das Hauptspielfeld der Villmerger Sportanlage habe eine umfassende Kur dringend nötig, sagt der Bauverwalter: «Es braucht einen kompletten Neuaufbau des Bodens inklusive richtiger Drainage, dazu e eine neue Umzäunung, eine neue Beleuchtung sowie ein automatisches Bewässerungssystem, dank dem künftig nicht nur viel Aufwand, sondern auch viel Wasser gespart werden kann.» Stehen bleiben wird laut Studer vom alten Platz nur der grosse Ballfänger entlang der Bünztalstrasse.

Gibt es keine Verzögerungen, soll der Hauptplatz bis im Frühling 2020 so weit fertig sein, dass der geplante Rollrasen verlegt und das Feld ab Frühsommer 2020 bespielt werden kann.