Wohlen
Badi und Eishalle werden architektonische Juwelen

Bis 2016 könnte das Freibad saniert und die Eishalle gebaut sein – Kosten sollten 20 Millionen nicht überschreiten. Am Mittwochabend stellte der Gemeinderat das Siegerprojekt aus fünf Finalistenprojekten vor.

Andrea Weibel
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Vizeammann Matthias Jauslin mit den Architekten Frank Schneider und Patrik Marti (von links) vor dem Siegerprojekt der Eishalle.

Vizeammann Matthias Jauslin mit den Architekten Frank Schneider und Patrik Marti (von links) vor dem Siegerprojekt der Eishalle.

aw

Jetzt weiss man: Bei der Badi und der Eisbahn Wohlen stehen sich heute ein architektonisches Juwel und ein Abrissobjekt gegenüber. Wenn alles gut läuft, sollten bis 2016 aber beide zu Juwelen mit überregionalem Charakter werden. Die Badi (Jahrgang 1967), indem sie saniert und erweitert wird, die Eisbahn (Jahrgang 1976), indem sie abgerissen, einige Meter verlegt und durch eine moderne Eishalle samt Parkanlage ersetzt wird.

Am Mittwochabend stellte der Gemeinderat das Siegerprojekt aus fünf Finalistenprojekten vor. Er hat einen Kostenrahmen von 20 Millionen Franken dafür festgelegt. Bisher betragen die Kosten für das Siegerprojekt noch 24 bis 27 Millionen, «doch um politische Preise festzulegen, ist noch nicht der richtige Zeitpunkt», sagte Gemeindeammann Walter Dubler.

Badi: «Pilzpfeiler inszenieren»

Als architektonisches Juwel bezeichnete Vizeammann Matthias Jauslin die pilzartigen Betonpfeiler von Architekt Dolf Schnebeli am Eingang des Freibads. Fachpreisrichter und Architekt Hansjörg Emmenegger pflichtete ihm bei, dass diese unbedingt erhalten werden müssen. So hat das Siegerteam, die Arge phalt Architekten AG / b+p Baurealisation AG aus Zürich, den Eingang der Badi in ihrem Projekt nur leicht umgestaltet. Dadurch soll «die Situation beim Eingang geklärt und die Pilzstützen räumlich inszeniert werden», so Architekt Frank Schneider.

Am Schwimmbad soll sonst wenig verändert werden. Eine Sanierung soll stattfinden, gleichzeitig soll das Nichtschwimmerbecken um 250 Quadratmeter Wasserfläche erweitert werden, «weil es heute in Spitzenzeiten einfach zu klein ist», hielt Jauslin fest. Zusätzlich sollen die Badigäste durch einen zweiten Eingang auch das Restaurant der Eisbahn besuchen können. Die Arbeiten am Freibad sollen rund ein Drittel der Gesamtkosten betragen und 2016 abgeschlossen werden.

Eisbahn: Verbindungsglied

Schon ein Jahr früher sollte - wenn alles gut geht - die Eishalle direkt nebenan eingeweiht werden können. Diese soll nicht mehr direkt an der Bünz, sondern neu am Sorenbühlweg zu stehen kommen «und somit die Verbindung zwischen dem Sportzentrum Niedermatten und dem Freibad schaffen», erklärte Schneider. Sie soll kompakt auf zwei Geschossen organisiert sein und auch Lagerräume fürs Bauamt bieten. «Bei der Fassade haben wir uns von der Eisoberfläche inspirieren lassen.» So soll sie teilweise durchsichtige, glänzende Partien aufweisen, während sie an anderen Stellen undurchsichtig, wie mit Schnee bedeckt, wirken soll.

Insgesamt attestierte Emmenegger: «Die Siegerstudie ist ein städtebaulich und architektonisch sehr schönes, präzise ausgearbeitetes Projekt, das sehr einfach und klar aufgebaut ist.» Die bestehenden Wege wurden beibehalten.

Am 9. Februar 2014 vors Volk

Das gesamte Projekt, also Freibad und Eishalle, sollte bereits am 9. Februar 2014 vors Wohler Stimmvolk gebracht werden können. «Das ist ein sportlicher Termin, aber es geht hier ja auch um Sportanlagen», witzelte Jauslin. Zuvor muss das Projekt jedoch noch zweimal durch den Einwohnerrat: der Projektierungskredit im März 2013 und der Baukredit dann im November 2013.

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