Muri

Badi-Sanierung: Eine Studie soll den Sprung ins kalte Wasser verhindern

Damit die Badi Muri attraktiv bleibt, stehen bald Sanierungsmassnahmen an.

Damit die Badi Muri attraktiv bleibt, stehen bald Sanierungsmassnahmen an.

Am 28. November befasst sich die Gemeindeversammlung unter anderem mit der Sanierung des Schwimmbads und dem Beitrag an die Stiftung Kloster Muri.

Das Schwimmbad Muri muss über kurz oder lang saniert werden, unter anderem, weil die Wasseraufbereitungsanlage mit Chlorgas spätestens 2024 ersetzt werden muss. Abgesehen davon häufen sich in den letzten Jahren technische und bauliche Probleme, auch, weil verschiedene Bestandteile der Infrastruktur ihre Lebensdauer erreicht haben.

«Der Aufwand für den Unterhalt und die Reparaturen steigt und für einige Bauteile sind keine Ersatzteile mehr erhältlich», hält der Gemeinderat fest. Eine rudimentäre Kostenschätzung für die Gesamtsanierung kommt auf einen Betrag von 8 Mio. Franken, welche im Investitionsprogramm berücksichtigt sind.

Bevor die Projektierung der Sanierungsarbeiten in Angriff genommen werden kann, müssen die technischen, ökonomischen und konzeptionellen Auswirkungen untersucht und in einem Masterplan festgehalten werden. Er ist eine behördenverbindliche, strategische Absicht, in welche Richtung sich ein Gebiet raumplanerisch entwickeln soll.

Der Gemeindeversammlung wird ein Kredit von 300 000 Franken für einen entsprechenden Studienauftrag beantragt. Damit will der Gemeinderat die Grundlagen schaffen, um der Gemeindeversammlung ein Vorprojekt zur Beschlussfassung vorlegen zu können, welches als Grundlage für ein Bau- und Ausführungsprojekt zur Sanierung der Badi dient.

Geschichtsforschung für Muri bedeutendes Projekt

Die Gemeinde Muri soll 100 000 Franken an die Stiftung Kloster Muri sprechen. Ziel der Stiftung ist es, bis zum 1000-Jahr-Jubiläum des ehemaligen Benediktinerklosters Muri im Jahr 2027 die teilweise lückenhafte und verzerrt dargestellte Geschichtsschreibung nach zeitgemässen wissenschaftlichen Methoden neu zu erarbeiten. «Die Erforschung des Themenkatalogs der Geschichte des Klosters Muri ist für Muri ein bedeutendes Projekt», hält der Gemeinderat fest.

Als Ergebnis werden 2027 fünf Bände mit der Geschichte des Klosters im gesamtpolitischen und -wirtschaftlichen Umfeld vorliegen. Der Stiftungsrat, Professorinnen und Professoren der beteiligten Universitäten, der Geschäftsführer, der Finanzleiter sowie viele Mitarbeitende des Klosters arbeiten ehrenamtlich. Trotzdem kostet das Projekt viel Geld.

Für die Forschung und Publikation der Ergebnisse hat die Stiftung bis Mitte 2019 insgesamt 6,1 Mio. Franken zugesprochen erhalten. Es fehlt noch eine Million. Daran soll die Gemeinde 100 000 Franken beitragen.

Fachlich wird die Stiftung unterstützt von verschiedenen Professorinnen und Professoren im Bereich Geschichte und Theologie der Universitäten Zürich, Basel, Luzern, Bern sowie München und Bozen.

Die Projektleitung liegt in den Händen des erfahrenen Historikers Thomas Meier, der bis vor kurzem unter anderem auch an der Universität Zürich wirkte. Geschäftsführer ist Peter Hägler. Ein Lenkungsausschuss überwacht und steuert die Teilprojekte.

An der Einwohnergemeindeversammlung sind weiter die Teilrevision Satzungen Gemeindeverband Kreisbezirksschule Muri und das Budget 2020 mit einem unveränderten Steuerfuss von 106 Prozent traktandiert.

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Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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