Bremgarten
Badi Isenlauf: Kein Mangel an Problemzonen

Ein Rundgang der Badanlage Isenlauf bringt Aufschlussreiches zutage: Mehrere Anlagen sind reparaturbedürftig oder ausmusteungsreif. Besonders trist sieht das Innenleben des alten Freibadgebäudes aus.

Lukas Schumacher
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Plakativer Rundgang im Kellergeschoss des Hallbades; rechts Vize-Badichef Mathias Fehlmann. sl

Plakativer Rundgang im Kellergeschoss des Hallbades; rechts Vize-Badichef Mathias Fehlmann. sl

Die dortigen Garderoben, Duschen und Toilettenanlagen muss man dem Kapitel «schmuddelig» zuordnen. Deutliche Mängel offenbaren sich auch in den Technikräumen im Untergeschoss des Hallenbads.

«Teuflisches» und «Himmlisches»

Nebst den Schwachstellen weist das Bremgarter Regionalbad auch erneuerte, bestens funktionierende Infrastrukturteile auf. Mit Ausnahme der armseligen Garderoben und Duschen im Freibadgebäude können Laien die Problemzonen der Anlage kaum erkennen, genauso wenig die vorhandenen Trümpfe. Ein Rundgang mit kleinen Plakaten in Bannerform vermittelt anschaulich die «teuflischen» Schwächen und die «himmlischen» Stärken der Badi. Den farbenfrohen Parcours gestalteten Badi-Betriebsleiter Jens Kemper, sein Stellvertreter Mathias Fehlmann und der ressortverantwortliche Stadtrat Stephan Achermann gemeinsam.

Wer an einem kommentierten, geführten 15-minütigen Rundgang im Hallenbad teilnehmen will, hat an folgenden Tagen Gelegenheit dazu: Donnerstag, 26. April, zwischen 17 und 18.30 Uhr; Freitag, 27. April, zwischen 16 und 18.30 Uhr sowie Samstag, 28. April, zwischen 9 und 15 Uhr.

Die Gretchenfrage

Der angelegte Parcours im Hallenbad hat einen informativen und politischen Hintergrund. An der Gemeindeversammlung vom 14. Juni müssen die Städtchenbewohner die Frage beantworten: Die Badanlage umfassend sanieren oder das Hallenbad abbrechen und nur noch das Freibad betreiben? Beide Varianten kosten eine schöne Stange Geld und sind nicht ohne Steuererhöhung finanzierbar, wobei der Stadtrat eine Sondersteuer von 2 bis 6 Prozentpunkten einführen will (az Aargauer Zeitung vom 24. April). Zu Kosten von 9,1 Millionen Franken ist die Sanierungsvariante zu haben, für 4,3 Millionen Franken die Abbruch-Variante.

Entscheidet sich Bremgarten für die Sanierungsvariante, wird eine neue Fenster-Front auf der Reuss-Seite des Hallenbads montiert. Die neue Front wird gegen aussen ein wenig versetzt. So schafft man im Hallenbad Platz für Sitzbänke, die heute fehlen. Zudem wird bei einer Sanierung die teilweise gemeinsam für das Hallenbad und das Freibad genutzte Technik vollständig getrennt. Auf diese Art entstehen bei der Wasseraufbereitung zwei Kreisläufe mit zwei Temperaturen und zwei chemischen Zyklen.

Wassermangel im Schwimmbecken

Wegen technischer Unzulänglichkeiten ereignen sich in der Badi gelegentlich kleinere Stör- und Zwischenfälle. So fehlten vor zwei Tagen um 6.30 Uhr im Schwimmbecken des Hallenbads 150 Kubikmeter Wasser. Daher fiel das Schulschwimmen aus. Badichef Jens Kemper: «Die Badewasser-Umwälzung funktionierte dann im Lauf des Vormittags wieder, musste aber alle 30 Minuten kontrolliert und von Hand justiert werden.»

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