Wohlen
Auto Kunz in Wohlen findet Plakat nicht sexistisch

Die Wettinger SP-Nationalrätin empfindet ein Werbesujet der Wohler Auto Kunz AG als sexistisch. Der stellvertretende Geschäftsleiter des Unternehmens kann das nicht verstehen. Und: Das alte Plakat wird auch gar nicht mehr verwendet.

Fabian Hägler
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Bremgarten: Werbung von Auto Kunz

Bremgarten: Werbung von Auto Kunz

Aargauer Zeitung

Für die Wettinger SP-Nationalrätin Yvonne Feri ist beim Anblick des Auto-Kunz-Plakats klar: «Diese Werbung ist sexistisch. Es ist kein Auto zu sehen und der Mann wird diskriminiert», sagte Feri in der az Aargauer Zeitung vom 4. April zum Plakat, das bei der Tankstelle Fohlenweid in Bremgarten hängt.

Anders beurteilt dies Kevin Breitschmid, stellvertretender Geschäftsleiter bei der Auto Kunz AG in Wohlen. «Unser Konzept war, ein originelles Plakat zu entwerfen», sagt er. Aufgrund vieler positiver Reaktionen «und bisher keiner einzigen negativen Rückmeldung, scheint uns dies gelungen zu sein», ergänzt Breitschmid.

Und er hält fest: «Wir würden unser originelles Plakat nicht sexistisch nennen.» Einerseits seien beide Geschlechter vertreten, «und die Ironie, das Spiel mit einer Doppeldeutigkeit, zielt auf ein Schmunzeln», begründet Breitschmid.

Sujet wird nicht mehr verwendet

Interessant ist aus seiner Sicht, «dass wir dieses alte Plakat gar nicht mehr verwenden». Dieses Sujet habe Auto Kunz «vor vielen Jahren in der Werbung eingesetzt und damals sehr viele positive Reaktionen von Leuten erhalten, die es als gewagt und originell einschätzten».

Dass das Plakat an einer Aussenstelle heute noch hänge, ist laut Breitschmid ungeplant.

Mit dem Re-Design des Firmenlogos, der Sortimentserweiterung und Preissenkungen bei 400 Autos, habe Auto Kunz «neue Werbesujets produziert, die diese Stärken zum Ausdruck bringen». Darunter befinden sich laut Breitschmid aktuell keine provokativen Abbildungen mehr.

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