Austritt aus Kommission ÖV der «absolute Tiefpunkt»

Der Regionalplanungsverband Unteres Bünztal präsentiert seine Jahresberichte 2019.

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Auch der Regionalplanungsverband Unteres Bünztal, dem elf Gemeinden angehören, musste seine im Juni geplante Abgeordnetenversammlung coronabedingt verschieben. Nun treffen sich die Gemeindevertreter Ende August in Wohlen. Schon jetzt bekannt sind die Jahresberichte der Arbeitsgruppen ÖV, Landschaft und Umwelt sowie Gesundheitsversorgung.

Im Bereich ÖV ereignete sich im Berichtsjahr 2019/20 Positives wie Negatives. «Der Austritt der Repla Mutschellen–Reusstal–Kelleramt aus der Kommission ÖV per 31. Dezember 2019 ist der absolute Tiefpunkt. Für uns sind die Beweggründe nicht ganz nachvollziehbar. Hat diese Region doch mit der Unterstützung der Gemeinde Jonen bei Begehrenstellern, der Erarbeitung von Alternativen zum Buskonzept Kelleramt 2018 und zahlreichen Begehren zur AVA stark profitiert. Auf alle Fälle bleibt unsere Tür nicht verschlossen und wir werden die Region bei Bedarf weiter unterstützen», heisst es im Bericht.

Als Höhepunkt verzeichnet die ÖV-Kommission die Aktion «Ab in den Süden», die Werbung für die perfekten Umsteigeverbindungen über Rotkreuz ins Tessin machte. «Den Erfolg bestätigen eindrücklich unsere diversen Zählungen in der S26», schreibt das Repla-Gremium. Wegen der guten Zahlen an Reisenden wird der Kanton ab dem Fahrplanwechsel im Dezember voraussichtlich am Samstag/Sonntag je zwei Zugspaare von Aarau über Lenzburg–Wohlen–Muri–Rotkreuz nach Arth-Goldau in den Fahrplan aufnehmen.

Im Bereich Umwelt wurden in einzelnen Gemeinden verschiedene Aufwertungsprojekte umgesetzt. Beispielsweise in Villmergen, wo mastige Wiesenbestände entlang dem Strassenrand durch merglige Böden ersetzt und mit einheimischen Ansaaten begrünt wurden.

Die Arbeitsgruppe Gesundheitsversorgung beschäftigte sich schwergewichtig im Rahmen des Strategiepapiers «Gesundheitsversorgung 2025» mit der zukünftigen Organisation der Spitex-Landschaft und der Bedarfsplanung an Pflegebetten. «Es zeigt sich weiterhin, dass zwar der Anteil der 80+-Generation zunimmt, jedoch steigt nicht parallel auch der Bedarf an Pflegebetten», heisst es im Jahresbericht. 2018 hätten 18,1 Prozent jener Generation ein Pflegebett benötigt. Man schätze deshalb die Anwendung des 2016 gewählten Richtwertes von 17 Prozent für die Beurteilung neuer Pflegebetten als richtig ein. (az/rib)