Dietwil
Aushub der Südwestumfarhrung Sins soll möglichst nach Dietwil

Kaum wurde mit der Anlieferung von sauberem Aushubmaterial in die Deponie Weid-Banacker in Beinweil angefangen, gelangt bereits die nächste Deponie für Aushubmaterial ins Blickfeld. Sie soll in Dietwil entstehen.

Eddy Schambron
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Reger Betrieb in der Deponie Weid-Banacker in Beinwil: Lastwagen um Lastwagen lädt ab. ES

Reger Betrieb in der Deponie Weid-Banacker in Beinwil: Lastwagen um Lastwagen lädt ab. ES

Eddy Schambron

Das kommt nicht von ungefähr: Weil der Kanton mit der Südwestumfahrung Sins vorwärts macht und tatsächlich ab 2016 bauen will, wäre es sinnvoll, bereits ab dann die Dietwiler Deponie ebenfalls zur Verfügung zu haben. Wenn bis dann dieser Deponiestandort nämlich nicht bereit ist, müsste das Aushubmaterial von der Umfahrung durch Sins zur Aushubdeponie in Beinwil geführt werden - ein Szenario, an das die Sinserinnen und Sinser lieber nicht denken wollen.

Bedarf ausgewiesen

Eine Überlappung der beiden Deponien Weid-Banacker und Babilon erachtet auch der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt als unproblematisch. Aus gesamtregionaler Sicht und dem besonderen Standort der Deponie Babilon bezüglich der Kantone Zug und Luzern sei der jährliche Bedarf von 175 000 Kubikmeter ausgewiesen. Auch wenn beide Deponien Material aufnehmen können, beträgt nämlich das Defizit an Auffüllvolumen im Freiamt inklusive den Regionen Bünztal und Reusstal pro Jahr rund 400 000 Kubikmeter.

Erfolgsgeschichte

Die Deponierung von unverschmutztem Aushubmaterial im oberen Freiamt ist eine Erfolgsgeschichte. Ursprünglich evaluierte der Regionalplanungsverband zwölf Standorte. Seit 2004 betreibt die von zehn Tiefbauunternehmern, die eigentlich Konkurrenten sind, extra gegründete Deponie Freiamt AG die Deponie Feld in Beinwil. Bis 2010 wurden rund 950 000 Kubik Aushubmaterial deponiert; die Fläche wird rekultiviert und teilweise ökologisch aufgewertet. Nicht zuletzt die guten Erfahrungen mit dieser Deponie haben die Beinwiler Stimmberechtigten bewogen, Ja zur Nachfolgedeponie Weid-Banacker in unmittelbarer Nähe zu sagen. Diese Deponie wird rund 1,34 Mio. Kubikmeter fassen und soll bis 2020 gefüllt sein. Auch sie wird selbstverständlich rekultiviert, sodass möglichst wenig Fruchtfolgeflächen verloren gehen. Wegen der Nähe der beiden Deponien muss später die Kantonstrasse Rüstenschwil-Beinwil verlegt und dem Gelände angepasst werden. Diese Strassenverlegung wird von der Deponie Freiamt AG bezahlt, weil sie die Verursacherin der Verlegung ist.

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