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Ausbau und Ämter-Züglete kosten 4,2 Millionen Franken

Muri: Ganzer Klosterflügel Süd für Bezirksgericht/Staatsanwaltschaft.es

Muri: Ganzer Klosterflügel Süd für Bezirksgericht/Staatsanwaltschaft.es

Falls im Mai die Mehrheit des Grossen Rats zustimmt, läuft Mitte 2012 die Raumausbau- und Zügelübung der Ämter an. Dies selbstredend geordnet und in Etappen.

Ein knappes Jahr wird es dauern, bis alle Amtsstellen ihre neu zugewiesenen Räumlichkeiten in Beschlag nehmen können. Gemäss Terminplan wird es im Frühling 2013 so weit sein.

Wohlen kostengünstigste Lösung

Die Grundbuchämter der Bezirke Muri und Bremgarten werden räumlich zusammengelegt und nach Wohlen verschoben (AZ vom 25. Januar). Neuer Grundbuchamt-Standort wird das Gewerbehaus «Casa Güpf» in Wohlen, das frühere Howag-Gebäude. Mitte September 2012 werden die zwei Grundbuchämter im «Casa Güpf» logieren. Die Ausbaukosten betragen 1,15 Mio. Franken, die jährlichen Mietkosten 98000 Franken.

Aus der 22-seitigen Botschaft des Regierungsrats an die Grossrätinnen und Grossräte geht hervor, dass die gemeinsame Unterbringung der Grundbuchämter in Wohlen die kostengünstigste Lösung darstellt. Unter dem Strich teurer zu stehen kämen separate Einquartierungen der Grundbuchämter in Muri und in Bremgarten. Auch ein gemeinsames Domizil im Gebäude «Gleis 61» in Muri wäre kostspieliger als die Unterbringung im Wohler «Casa Güpf». Wohlen besitzt beste Chancen, neuer Freiämter Grundbuch-Sitz zu werden (siehe auch Kurztext). Gelaufen ist das Rennen noch nicht. Laut regierungsrätlicher Botschaft soll die vorberatende grossrätliche Kommission zwei kurzfristig ins Spiel gebrachte Alternativstandorte, Boswil und Merenschwand, überprüfen.

2,5 Mio. Franken für Ausbau Muri

Sieben Monate dürften die Innenumbau- und Anpassungsarbeiten im Klosterflügel Süd in Muri dauern, die im September 2012 angepackt werden sollen. Ausbau samt Ausstattung, Baunebenkosten etc. belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Franken. Im Klosterflügel Süd benötigen das Bezirksgericht Muri und die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten zusätzliche Räume und Arbeitsplätze.

Das derzeit noch im Rathaus einquartierte Bezirksamt Bremgarten wird voraussichtlich im Februar 2013 in den Klosterflügel Muri zügeln, an den gemeinsamen Standort der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten. Mehr Platz braucht das Bezirksgericht Muri vorab wegen der Umsetzung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts. Ausserdem wird dem Gericht die Mietschlichtungsstelle angegliedert.

Ausbau Bremgarten: 500000 Fr.

Ab Mitte 2013 wird das Bezirksgericht Bremgarten die komplette Fläche der ersten und der zweiten Etage im Bremgarter Rathausgebäude belegen; hier logieren heute auch das Bezirksamt und das Grundbuchamt Bremgarten, deren Züglete nach Wohlen und Muri geplant ist. Mit rund 500000 Franken fallen die Innenausbau- und Ausstattungskosten im Rathaus Bremgarten vergleichsweise bescheiden aus.

Die zusätzlichen Räumlichkeiten im Rathaus braucht das Bezirksgericht Bremgarten, das drittgrösste Bezirksgericht im Aargau nach Baden und Aarau, insbesondere für die Arbeitsplätze der neuen Fachbehörden im Zusammenhang mit dem Kindes- und Erwachsenenschutzrecht. Wie in Muri wird auch dem Gericht Bremgarten die Mietschlichtungsstelle des Bezirks angegliedert.

Alles in allem kostet der Raumausbau in Wohlen, Muri und Bremgarten 4,2 Millionen Franken. Das letzte Wort haben die aargauischen Grossrätinnen und Grossräte im Frühling 2012. Voraussichtlich Mitte Mai stimmen sie über die Vorlage ab.

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