Anfang Jahr wagte die Meitlisonntagsvereinigung von Meisterschwanden den Bruch mit der Tradition: Die Generalversammlung hob den «Meitlimäntig» auf und verschob dessen Programm auf den Samstag zuvor. Damit finden ab 2015 Kinderball und Jugend-Disco am Samstag statt Montag statt, genauso das Maskentreiben in den Dorfbeizen. Das Programm von Meitlidonnerstag und Meitlisonntag bleibt unverändert.

Die Anpassung war seit langem ein Thema. Immer mehr Meisterschwander arbeiten ausserhalb des Dorfes und haben am «Meitlimäntig» nicht frei. Deshalb war der Montag für die Beizen nicht mehr lukrativ. Die Fahrwanger Meitlisonntagsvereinigung, die den Brauch gleichzeitig, aber unabhängig von Meisterschwanden feiert, sprach sich aus denselben Gründen an einer ausserordentlichen GV ebenfalls für die Verschiebung des «Meitlimäntig» aus. In der Folge legten die Gemeinderäte von Meisterschwanden und Fahrwangen den Freitag statt «Meitlimäntig» als Feiertag für das Gemeindepersonal fest.

Alle Schulen passen sich an

Nun zieht die Schule nach: Die Kreisschule Oberes Seetal, die gemeinsame Oberstufe von Fahrwangen, Meisterschwanden, Sarmenstorf und Bettwil, hebt per Schuljahr 2014/15 den «Meitlimäntig» als schulfreien Tag auf. Stattdessen wird an den Oberstufen-Standorten Meisterschwanden, Sarmenstorf und Fahrwangen der Freitag schulfrei. Das hat die Kreisschulpflege entschieden, wie diese auf Anfrage mitteilt.

Die Kreisschulpflege hat zudem den Orts-Schulpflegen der Verbandsgemeinden empfohlen, an den Primarschulen die «Meitli»-Feiertage ebenfalls anzupassen – dies «zur Wahrung der regionalen Einheit». Die Primarschulen der «Meitli»-Gemeinden Fahrwangen und Meisterschwanden haben diesen Schritt beschlossen. Sarmenstorf und Bettwil passen sich ebenfalls an. Diese haben zwar keine Verbindung mit dem Brauch, hatten den schulfreien «Meitlimäntig» aber vor ein paar Jahren wegen der gemeinsamen Kreisschule übernommen.