Spendenaktion
Aus dem Lego-Kindergarten macht diese Aargauerin einen echten

Marielle Furter sammelte mit Spendenaktion Geld für den Senegal. Obwohl das vergangene Jahr auch für die Freiämterin nicht einfach war, ist das nötige Geld für den Bau eines neuen Kindergartens zusammengekommen.

Ilir Pinto
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«Trotz allem kamen doch an jedem Ort über 1000 Franken zusammen», erzählt Marielle Furter.

«Trotz allem kamen doch an jedem Ort über 1000 Franken zusammen», erzählt Marielle Furter.

Carolin Frei/zvg

Marielle Furter freut sich über ihren fertigen Lego-Kindergarten. Die Hägglingerin hat im November und Dezember eine grosse Spendenaktion durchgeführt: An diversen Ständen im und ums Freiamt sammelte sie Geld für ihren gemeinnützigen Verein kindergardens4senegal, den sie seit 2014 führt. Mit dem Geld soll der Bau eines weiteren Kindergartens im Senegal finanziert werden. Die Standbesucher konnten Legosteine kaufen und einem Häuschen hinzufügen. Die Aktion symbolisierte das Entstehen eines echten Kindergartens.

So sah der Lego-Kindergarten nach seiner Fertigstellung in Lenzburg samt WC-Anbau aus.

So sah der Lego-Kindergarten nach seiner Fertigstellung in Lenzburg samt WC-Anbau aus.

zvg

«Tatsächlich ist der Kindergarten just am letzten Stand in Lenzburg fertig geworden, bis zum letzten Ziegel, samt Bäumen», freut sich Furter. «Dank eines zusätzlichen Spendenaufrufs über Facebook kam sogar noch eine Summe zusammen, mit der ich eine Toilette anbauen konnte. Den Aufruf hatte ich gemacht, da ich zuerst nicht sicher war, ob ich den letzten Stand aufstellen durfte.»

Erschwerte Bedingungen für das Spendensammeln

Das letzte Jahr war auch für Furter nicht ganz einfach. Die üblichen Spendenanlässe konnte sie coronabedingt nicht durchführen. So beschloss sie, Stände im Freien aufzustellen – konsequent mit Schutzmassnahmen. Nebst den Legosteinen verkaufte sie an ihren Ständen Backwaren, Nüsse und Geschenkpäckli für Kinder. Ihre Erwartungen seien zu Beginn bescheiden gewesen, da sie nicht mit vielen Passanten rechnen konnte.

Umso grösser ist nun ihre Freude darüber, dass das nötige Geld für den Bau eines neuen Kindergartens im Senegal zusammengekommen ist. «Trotz allem kamen doch an jedem Ort über 1000 Franken zusammen, sodass ich mit dem gesamten Erlös wirklich einen Kindergarten im Senegal bauen kann», freut sie sich.

Die Rückreise in den Senegal steht an

Furter wohnt seit Januar 2017 in Sédhiou in der benachteiligten Region Casamance im Süden Senegals. Derzeit bereitet sie sich in der Schweiz auf ihre Rückreise vor. Sobald sie wieder dort sei, werde sie vor Ort konkret planen können, wie sie die anstehenden Kindergartenprojekte anpacken wird. Auf jeden Fall blicke sie gespannt voraus auf den neuen Kindergarten.

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