In den letzten zwei Jahren ereigneten sich auf diesem Fussgängerstreifen auf der Bahnhofstrasse in Dottikon zwei schwere Unfälle. Die az hat sich vor Ort ein Bild dieser ominösen Fussgängerquerung gemacht.

Als Erstes fällt auf: Die Autos fahren schnell, teilweise sehr schnell für innerorts. Erlaubt sind hier 50 Stundenkilometer, doch längst nicht jeder Automofahrer hält sich ans Tempolimit. Als zwei Schülerinnen den Fussgängerstreifen überqueren wollen, fahren drei Autos vorbei, ohne die Geschwindigkeit zu drosseln. Die Fahrer der zwei nächsten Autos reagieren. Als die Fahrzeuge auf beiden Seiten komplett zum Stillstand gekommen sind, laufen die Kinder los. Offensichtlich wurde das den Kleinen von den Eltern so eingetrichtert. Verständlicherweise haben sie Angst um ihre Kinder, die den gefährlichen Zebrastreifen passieren müssen. Dies bestätigt auch die Lotsin Maja Wietlisbach, die kurze Zeit später ihren Dienst antritt. Sie ist Mami eines Kindergartenkindes und lotst hier einmal wöchentlich die Kindergärtler über die Strasse.

Lotsendienst seit gut zehn Jahren

«Der Zebrastreifen liegt in der Nähe des Kindergartens», erklärt Wietlisbach. «Jeden Tag steht eine Mutter hier, wenn die Kinder in den Chindsgi laufen oder nach Hause gehen.» Gelotst werde hier schon mehr als zehn Jahren, nicht erst seit den beiden Unfällen. Klar sei jedoch, dass die Strasse stark befahren werde und man hier vor dem Überqueren ganz genau nach links und rechts schauen müsse. «Hier braucht es den Lotsendienst unbedingt. Dass ausschliesslich wir Eltern uns darum bemühen müssen, sehen wir aber nicht ein.»

Der Eltern-Lotsendienst werde sehr geschätzt, zumal er in der Vergangenheit einige brenzlige Situation entschärft habe. Als Mutter gebe es einem schon zu denken, wenn man sein Kind über einen solch gefährlichen Streifen schicken müsse.