«Die alte Schreibmaschine, die könnte doch etwas wert sein und ein bisschen Sackgeld für die Kinder einbringen», dachte Bauer Urban Keusch. Als sich die Filmcrew vom Sender 3+ mit Aushängeschild Marco Fritsche beim Boswiler Bauern meldete, den man aus der Sendung «Bauer ledig sucht» kennt, öffnete er darum gern für das neue Format «Schatz und Plunder» seine Hoftore. Marco Fritsche bringt die Trödelshow in die Schweiz und stöbert mit dem Geschäftsführer des grössten Brockenhauses des Landes, Ueli Müller, durch die verstaubten Dachböden der Bauernhäuser. Dabei hoffen sie, auf allerlei Raritäten zu stossen.

Erlös wird Sackgeld für Kinder

Es war ein wunderschöner, sonniger Herbsttag Anfang Oktober, als die Filmcrew anrückte. Urban Keusch will aber nicht so recht mit der Sprache rausrücken, ob sie nun einen wertvollen Schatz gefunden haben – er darf eben noch nicht, um die Spannung nicht zu verderben. Die erste Sendung wird am 17., die zweite am 24. Januar über den Sender gehen. In welcher die Familie Keusch zu sehen sein wird, wissen sie selber noch nicht.

So viel kann er jedoch verraten: «Ich war überrascht, denn bei den meisten Dingen, von denen ich dachte, dass sie etwas wert seien, winkten die Experten ab und bevorzugten dagegen eher Unscheinbares.» Wie viel Geld sie bekommen haben, verrät er nicht, nur, dass die Kinder einen Sackgeldzustupf erhalten haben. «Die hiesigen Händler wollen generell nichts zahlen, die Schätzungen waren immer höher, als dann schlussendlich bezahlt wurde», erklärt Urban Keusch.

Was der Boswiler Landwirt verrät, ist, dass es sich um Möbelstücke handelt, die bei den Antiquitätenhändlern besonders gefragt waren. Keusch bemängelt: «Dinge, die 200 bis 500 Jahre alt sind, müssen immer noch in einem tadellosen Zustand und nicht abgegriffen sein. Kleine Kratzer mindern sofort den Wert. Es wurden sicher schon wertvollere Dinge fortgeworfen, als wir überhaupt anzubieten hatten.» Die Ware wurde vom Hof mitgenommen, und an einem geheimen Ort fand dann die Auktion statt. Antiquitäten seien leider allgemein nicht mehr so gefragt.

Moderne Schatzsuche im Estrich

Wichtig sei ausserdem, dass ein Objekt mit einer guten Geschichte verbunden und seine Herkunft zurückverfolgt werden könne. Von Vorteil sei auch, wenn man den Hersteller oder den Künstler der entsprechenden Rarität kenne, das helfe, den wahren Wert zu ermitteln. Generell sind es aber die moderne Art von Schatzsuche und der Reiz des Alten und Unbekannten, die in so manchem den Entdeckergeist wecken. Urban Keuschs Mutter jedenfalls hätte gerne das eine oder andere Liebhaberstück als Andenken behalten. Keusch lacht: «Je wertvoller etwas war, desto eher wollte sie es behalten.»

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