Sins
Auf Facebook Freund der Sinser werden

Einen Kommentar abgeben? Einen gemeinderätlichen Entscheid «liken»? Oder sich an die nächste Gemeindeversammlung erinnern lassen? In Sins ist das mit «Social Media» möglich.

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Sandra Giger, stellvertretende Gemeindeschreiberin von Sins, gehört zur Generation, für die Social Media ganz alltäglich sind.

Sandra Giger, stellvertretende Gemeindeschreiberin von Sins, gehört zur Generation, für die Social Media ganz alltäglich sind.

ES

Sins ist wahrscheinlich die erste und bisher einzige Gemeinde im Freiamt, welche soziale Medien wie Facebook, Twitter und YouTube nutzt. Neuerdings kann man auf der Homepage auch einen Newsletter abonnieren oder sich per SMS an wichtige Gemeindeveranstaltungen erinnern lassen. «Der Anstoss kam von der Kultur- und Marketingkommission», sagt Sandra Giger, stellevertretende Gemeindeschreiberin. Yvonne Notter, Gemeinderätin und Präsidentin der Kommission, verspricht sich unter anderem, «mit diesen schnellen und zeitgemässen Medien die Jungen eher zu erreichen.» Als «Social Media» werden internetbasierte Dienste bezeichnet, die es ihren Nutzern erlauben, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder gemeinsam zu gestalten. Neue Informationskanäle öffnen, den Dialog suchen und fördern, junge Stimmberechtigte ansprechen, das sind denn auch die Hauptziele der Gemeinde Sins bei der Nutzung der Social Media, wie Notter ausführt.

Vorreiterrolle

Damit nimmt die Gemeinde eine gewisse Vorreiterrolle ein. «Im Freiamt ist mir keine Gemeinde bekannt, die Social Media bereits nutzt», sagt Giger, welche ebenfalls in der Arbeitsgruppe für die Umsetzung sass. Umgesehen hat man sich dafür in Gemeinden der züricherischen Nachbarschaft, welche in diesem Bereich bereits über Erfahrungen verfügen. In die Arbeitsgruppe geholt wurde auch Patrick Caplazi, Redaktionsleiter des Anzeigers für das Oberfreiamt, dem amtlichen Publikationsorgan. «Nach der Fasnacht werden wir eine Kampagne starten, um das Angebot verstärkt in der Bevölkerung bekannt zu machen», betont Giger.

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Wirtschaftsunternehmen und Private, aber auch die kantonale Verwaltung bedienen sich der Social Media in ihrer externen Kommunikation und pflegen dort den Dialog mit der Bevölkerung. «Generell gelten in den Social Media dieselben Spielregeln wie im echten Leben: Man verhält sich respektvoll und freundlich gegenüber anderen. Die Teilnahme macht umso mehr Sinn und Spass, wenn Interessierte aktiv teilnehmen, also nicht nur die Beiträge anderer konsumieren, sondern auch eigene Beiträge zum grossen Ganzen leisten», hält der Gemeinderat Sins zu seinem Schritt fest. Auf Facebook befinden sich aktuelle Infos und News der Gemeinde. Ebenfalls besteht die Möglichkeit zu einer Neuigkeit auf Facebook einen Kommentar zu schreiben oder den Beitrag zu «liken». Auf der Website www.sins.ch kann man ab sofort den Newsletter abonnieren. Ebenfalls kann auf das Natel-Icon der Website-Startseite geklickt werden, um wichtige Gemeinde-Veranstaltungen per SMS zu erhalten. Bei Fragen hilft die Gemeindekanzlei weiter – selbstverständlich auch auf ganz traditionellen Wegen. (az/es)