Die Hofgenossenschaft «Vision Birchhof» steht für den gemeinschaftlichen Anbau von Bio-Gemüse. Frisch geerntet und ohne Zwischenlagerung, findet das Gemüse den direkten Weg auf die Teller der Genossenschafter, gehaltvoll und vitaminreich. Am Samstag öffnete die Gärtnerei ihre Türen und man konnte sehen, wo Peperoni oder Salat ohne chemischen Dünger wachsen und gedeihen dürfen.

«Das Produzieren im Einklang mit der Natur steht für uns im Zentrum», erläuterte Gründungsmitglied Barbara Ulrich und führte weiter aus: «Mit unserem Bio-Konzept verkleinern wird den ökologischen Fussabdruck.» Darüber hinaus fördere das Gemeinschaftsprojekt die Solidarität untereinander: «Egal wie die Ernte ausfällt; wir teilen Freud und Leid», meinte Ulrich.

Reichhaltig und sättigend

Kostproben des Bio-Gemüses gab es am Gründungsfest in rauen Mengen. Am Grillstand wurden Zucchetti gebrutzelt und ein gluschtiges Gemüse-Potpourri zubereitet. Angereichert mit aromatischen Gewürzen und Kräutern, wurde die Degustation zu einem Geschmackserlebnis.

Mit kreativen Salatvariationen zeigten die Gärtner, wie vielfältig Gemüse verarbeitet werden kann und, dass ein frisch gepresster Saft alle Sinne weckt. Wer Lust hatte, sein eigenes Kräutersalz zu mischen, war ebenfalls bestens bedient.

«Bio ist im Vergleich zu genmanipuliertem Gemüse viel reichhaltiger und sättigender», betonte Irene Lutz. «Wir produzieren biologisch-dynamisch. Das heisst: der Boden und die Pflanzen harmonieren miteinander», präzisierte sie.

Anteilscheine und Gemüse-Abo

Harmonisch und unkompliziert gestaltete sich das Gründungsfest im Allgemeinen und die Akquisition von Genossenschafter im Besonderen. Ganz nach dem Motto: Alles kann, nichts muss. Engagiert und mit viel Herzblut präsentierten die Gründungsmitglieder Roger Gündel, Irene Lutz, Barbara Ulrich und Sabrina Dreher ihr Geschäftsmodell. Eine Traktor-Rundfahrt über die bewirtschafteten Felder brachte den interessierten Besuchern das Projekt etwas näher.

Wer will kann auch mitarbeiten

Beteiligen kann sich jeder, der sich nicht mehr mit genmanipuliertem Grünfutter zufrieden gibt und sein Gemüse lieber direkt vom Bio-Anbauer bezieht. Mit Anteilscheinen und einem Gemüse-Abonnement ist der Konsument beim Gemeinschaftsprojekt mit dabei. Die Abos sind in drei Grössen erhältlich und können zusätzlich an eine Mitarbeit gekoppelt werden.

Vernetzung mit Bio-Bauern

Derzeit formiert sich die Hofgenossenschaft rund um die Gärtnerei Birchhof. Insgesamt 14 Hektaren stehen für den Gemüseanbau zur Verfügung. Der Vorstand hofft, künftig auch andere lokale Landwirtschaftsbetriebe für das Gemeinschaftsprojekt zu begeistern und sich mit ihnen vernetzen zu können.