«Vor der Saison», sagte Trainer Nobi Fischer nach dem Sieg beim abstiegsbedrohten FC Emmenbrücke, «hätte ich sofort für diese Finalissima unterschrieben.» Doch nach erfolgreichen Wochen hätte der FC Muri am Samstag gerne den vorzeitigen Aufstieg in die 1. Liga gefeiert. Dazu reichte der 2:1-Auswärtserfolg gegen Emmenbrücke nicht, weil Sursee gleichzeitig mit 4:1 gegen das Team Aargau gewann.

Sursee ist das einzige Team, dass den FC Muri noch am Aufstieg hindern kann. Am kommenden Samstag (16 Uhr) kommt es zur grossen Finalissima in Muri. Der Sieger steigt in die 1. Liga auf. Bei einem Unentschieden jubelt Muri.

Keine Gala

1999 spielte der FC Muri letztmals in der 1. Liga und liess seitdem nichts unversucht, an alte Erfolge anzuknüpfen. Doch selbst grossen Namen wie Trainer Roger Hegi blieb der Erfolg verwehrt. Dem 33 Jahre jungen Nobi Fischer und seinem erfahrenen Team fehlt nun noch ein letzter kleiner Schritt zum Aufstieg.

Was der FC Muri in Emmenbrücke zeigte, war keine Gala, aber ein wichtiger Arbeitssieg. Der Gastgeber war nach einem Trainerwechsel ein gefährlicher Gegner. Muri musste einige Chancen zulassen, doch Torhüter Felder war ein sicherer Rückhalt. Mittelfeldspieler Sandro Streuli brachte Muri mit zwei sehenswerten Schüssen aus der Distanz mit 2:0 in Führung (34. und 76. Minute).

Emmenbrücke steckte nicht auf, verzeichnete einen Lattenkopfball und verkürzte mittels Foulpenalty auf 1:2 (83. Minute). «Eine gewisse Anspannung war nicht wegzudiskutieren», sagte Fischer, «nach dem 2:0 hätten wir die Räume besser nutzen müssen. Aber ich bin zufrieden mit dem Resultat.»

Das letzte Spiel gegen Sursee gewann Muri mit 3:2. «Ich erwarte einen offensiven Gegner», blickt Nobi Fischer voraus, «aber wir haben es in den eigenen Füssen.»