Wohlen

Auf dem Merkur-Areal entsteht eine Zeltstadt – für die Hagewo

Der Aufbau ist in vollem Gang: Blick aufs Festgelände am Montag um 11 Uhr, vier Tage vor der Eröffnung der Handwerker- und Gewerbeausstellung mitten in Wohlen.

Der Aufbau ist in vollem Gang: Blick aufs Festgelände am Montag um 11 Uhr, vier Tage vor der Eröffnung der Handwerker- und Gewerbeausstellung mitten in Wohlen.

Der Aufbau der Hagewo ist weit fortgeschritten – das Organisationskomitee mit Gregor Maranta an der Spitze erwartet an den vier Tagen der Gewerbeausstellung vom 1. bis 4. Oktober rund 40000 bis 50000 Besucher

Auf dem 5000 m grossen Merkur-Areal wird fast überall gewerkt. Den Überblick über die Aktivitäten hat der erfahrene Bauchef Joe Huwiler. «Unser Fahrplan stimmt, wir sind jetzt mitten im Endspurt», teilte der 61-jährige Wohler am Montag mit. Huwiler zeichnet zum fünften Mal als Bauchef der Handwerker- und Gewerbeausstellung verantwortlich.

Diesmal unterstützen ihn beim Aufbau des Festgeländes rund 20 Angehörige der Regionalen Zivilschutzorganisation Wohlen. «Sie legen sich zünftig ins Zeug», windet Huwiler seinem Bautrupp ein Kränzchen. Zudem sei das Organisationskomitee aus finanziellen Gründen stark angewiesen aufs kostenlose Engagement des Zivilschutzes. Ebenfalls 20 Zivilschützer werden den Abbau nach der viertägigen Wohler Grossveranstaltung verrichten.

Zelte, Gerüste, Schnitzel

Die Hauptarbeit, das Aufstellen der acht grossen Beizli- und Bar-Zelte, sowie die Montage der 1000 m2 Eisengerüste ist weit gediehen. Zudem hat der Bautrupp in einigen Zelten Böden gelegt und damit begonnen, das Festgelände mit Holzschnitzeln zu versehen. Den Grossteil der 300 Kubik Schnitzel können die Zivilschützer erst kurz vor Ausstellungsbeginn einbringen, nachdem die Vereine ihre Beizli eingerichtet und möbliert haben. «Die Schnitzelei wird quasi unser Dessert sein», merkt der Bauchef an. Auf dem Festgelände, wo auch ein 35 Meter hohes Riesenrad stehen wird, weist Huwiler auf «ein spezielles Schmuckstück» hin. Hier errichten die Firmen Notter und Huber eine Aussichtsterrasse in Form einer Ellipse.

Bauchef Joe Huwiler (links) im Gespräch mit dem Zivilschutz-Bautrupp.

Bauchef Joe Huwiler (links) im Gespräch mit dem Zivilschutz-Bautrupp.

Ebenfalls weit fortgeschritten sind die Standarbeiten für die 81 Aussteller auf dem benachbarten Gelände der Hofmattenhalle. Den Besuchern, so der Wunsch der Veranstalter, soll die Hagewo 2015 als kompakte Grossveranstaltung mit kurzen Wegen in Erinnerung bleiben.

700 000 Franken Fixausgaben

Laut OK-Präsident Gregor Marante belaufen sich die Fixausgaben der Hagewo auf rund 700 000 Franken. Das Budget habe man mittlerweile bereinigt, sodass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Worst Case – ein Defizit in der Grössenordnung von 72 000 Franken – nicht eintrete. Die Hagewo werde höchstens mit einem Minus von rund 30 000 Franken oder bestenfalls mit einer schwarzen Null abschliessen. Ein allfälliges kleines Defizit könne das Vereinsvermögen von aktuell rund 160 000 Franken ohne grössere Probleme verkraften, sagte Maranta. Zuversicht sei aber angebracht. Denn dank Sponsoringbeiträgen und den Standgebühren der ausstellenden Betriebe und Unternehmen sei die Hagewo 2015 am Eröffnungstag, dem 1. Oktober, sozusagen finanziert.

Die Ausrichter rechnen mit einem sehr grossen Publikumsaufmarsch. «Nicht zuletzt, weil die Wettervorhersage Gutes verheisst, gehen wir gesamthaft von rund 40 000 bis 50 000 Besuchern an den vier Ausstellungstagen aus», sagte Maranta. Auch das vielfältige Programm und der Gratis-Eintritt würden sich vorteilhaft auf die Besucherzahl auswirken. Mit Eintrittsgeld machten frühere Hagewo-Ausrichter schlechte Erfahrungen. Vor rund 20 Jahren scheiterte ein Versuch mit Besuchereintritt kläglich. Nur knapp ein Drittel der erhofften Besucher kamen.

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