Muri
Auf dem Luwa-Areal wird der Grundstein für ein neues Quartier gelegt

Anfang 2019 sollen die ersten fast 200 Wohnungen und die Eventhalle auf dem Luwa-Areal bezugsbereit sein.

Eddy Schambron
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Auf dem Luwa-Areal wachsen die Neubauten bereits. An der Grundsteinlegung wurden gestern aktuelle Dokumente für die Nachwelt einbetoniert. Eddy Schambron

Auf dem Luwa-Areal wachsen die Neubauten bereits. An der Grundsteinlegung wurden gestern aktuelle Dokumente für die Nachwelt einbetoniert. Eddy Schambron

Eddy Schambron

Am Schluss wird ein neues Quartier dastehen – mit 197 Mietwohnungen und neuen Verkaufs- und Gewerbeflächen. An der Grundsteinlegung für die Überbauung Luwa-Areal in Muri führte Carlo Gruber, Inhaber und Geschäftsleiter der Feldmann Projekte, aus, dass das Investitionsvolumen rund 100 Millionen Franken beträgt. «Dieses Riesenprojekt hat eine lange Geschichte und eine vielversprechende Zukunft.» Selbst der Kanton habe das Areal als wichtigen Standort eingestuft: 2008 sei es deshalb in einem Wettbewerb für die Umnutzung von Industrie- zu Wohnfläche gestanden. Die einstige Industriehalle 5 wird erhalten und für ein Restaurant sowie Eventräume und Ateliers genutzt.

Die Realisierung der von Frei Architekten AG/Boldt Architekten geplanten Überbauung sind in vier Etappen aufgeteilt. Mit der ersten Etappe, Wohnungen und Halle, wurde bereits begonnen. Jetzt gelangt Etappe 2, der Kopfbau der Halle und Ateliers sowie Etappe 3 mit Wohnungen zur Ausführung. Der Start der vierten Etappe mit weiteren Wohnungen und Gewerberäumen ist für Ende 2017 vorgesehen. Die ersten Wohnungen sollen Ende 2018, Anfang 2019 bezugsbereit sein. Die Vollendung des ganzen Bauwerks ist Anfang 2020 vorgesehen. Die Gebäulichkeiten werden nach neustem Minergie-Standard erstellt. Wärme wird mit Holzschnitzeln und einer Wärmepumpe erzeugt, eine Photovoltaikanlage sorgt für Strom.

Zentrale Lage

Gegenwärtig sind rund 90 Personen aus verschiedenen Branchen auf der Baustelle, eine organisatorische Herausforderung, wie Markus Tremp von der Brun AG betonte. Sein Unternehmen zeichnet, zusammen mit der Feldmann Baumanagement AG in einer Arbeitsgemeinschaft für die Ausführung verantwortlich. Ob Baumeister, Gerüstbauer, Elektriker oder Fensterbauer, für sie alle sei dieses Projekt ebenfalls kein Alltagsunternehmen.

Das Luwa-Areal ist die zweitgrösste Bauinvestition der Allianz Suisse Immobilien AG. Der Standort Muri mit kurzen Distanzen nach Aarau, Luzern, Zug und Zürich sei das ausschlaggebende Argument beim Investitionsentscheid gewesen, erklärte CEO Marin Kaleja. «Darüber hinaus verfügt die Gemeinde über eine sehr hohe Lebensqualität und ist attraktiv für Familien.» Als Versicherungsunternehmen liege der Allianz das Thema Nachhaltigkeit besonders am Herzen; diese sei mit dieser Investition gegeben. «Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass das Neubauprojekt an diesem tollen Standort eine echte Erfolgsgeschichte wird», zeigte sich Kaleja überzeugt. «Das Interesse an den Gewerbeflächen und Wohnungen ist schon erfreulich gross.»

Die Allianz Suisse-Gruppe ist mit einem Prämienvolumen von über 3,6 Milliarden Franken eine der führenden Versicherungsgesellschaften der Schweiz. Die Allianz Suisse Immobilien AG wiederum verfügt über ein Immobilienportfolio von rund 300 Liegenschaften mit einem gesamten Marktwert von rund 5 Milliarden Franken und beschäftigt rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zusätzliche Bereicherung

Freude zeigte auch Gemeinderat Beat Küng: Mit der Überbauung würden heute aktuelle Forderungen wie verdichtetes Bauen und der sorgsame Umgang mit dem Boden erfüllt. Schön sei, dass die alte Halle als Zeitzeuge stehen bleibt und dadurch das kulturelle Angebot in Muri zusätzlich bereichert werde.

Wichtig für Muri ist schliesslich, dass der Verkehr trotz der Bauarbeiten und trotz Zunahme der Bevölkerung fliesst. Der Anschlussknoten an der Luzernerstrasse wird von Sommer bis Herbst 2018 realisiert.