Wohlen

Auf dem Isler-Areal sollen vier Bauten und viele Freiräume entstehen

Das Isler-Areal in Wohlen.

Das Isler-Areal in Wohlen.

Jahrzehntelang war das zentral gelegene Isler-Areal eine Industriebrache, jahrelang dauerten die Planungen – doch nun stehen die Leitplanken für die künftige Überbauung der 7600 Quadratmeter grossen Parzelle. Vier Gebäude sollen darauf entstehen.

Jahrzehntelang liegt das Isler-Areal im Zentrum von Wohlen schon brach. Nun stehen zumindest die Leitplanken für eine künftige Überbauung. Seit gestern läuft das Mitwirkungsverfahren zum Gestaltungsplan, der festlegt, was auf dem einstigen Fabrikareal gebaut werden darf.

Dabei gilt der Grundsatz: Priorität dem Freiraum. Ein Richtprojekt (Plan rechts) macht dies deutlich. Die wichtigsten Elemente der Raumbildung sind der Öffentliche Platz und die drei südlich anschliessenden Höfe 1 bis 3. Diese vier Räume bilden Teile einer übergeordneten Folge von Freiräumen vom Bereich Gemeindehaus / Chappelehof, über Kirchenplatz, Ibarus-Platz, sowie das Isler-Areal hin zum Garten der Villa Isler und zur Zentralstrasse. Der Öffentliche Platz als wichtiger Freiraum soll eine offene, multifunktionale Fläche und ein Ort der Begegnung sein. Vorgesehen ist auch eine Passerelle als Verbindung zum Villa-Isler-Garten.

Vorschriften für vier Gebäude

Für die vier Baukörper, die den Öffentlichen Platz und die Höfe je nord- und südseitig begrenzen, sind überhohe Erdgeschosse vorgeschrieben, für den Öffentlichen Platz überdies Arkaden. Pflichtbaulinien regeln insbesondere die Lage der Stirnseiten der Baukörper. Mit diesen Festlegungen wird die städtebauliche Einheit auf dem Isler-Areal angestrebt. «Das Staccato des Wechsels zwischen Baukörpern und Freiräumen bewirkt die Durchlässigkeit des neuen Quartiers», heisst es im Richtprojekt.

Flexible Nutzung ist möglich

Der Gestaltungsplan bietet einen grossen Freiheitsgrad bei der Nutzungsverteilung auf dem Isler-Areal und dem Nutzungsmix zwischen Wohnen einerseits und Dienstleistungen / Gewerbe anderseits. Grundsätzlich ist das Haus A an der stark befahrenen Bünzstrasse als Lärmriegel für die dahinter liegenden Häuser B, C und D vorgesehen. Der Wohler Gemeinderat plant, im Haus A den gemeinsamen Posten von Kantons- und Regionalpolizei einzurichten. In den drei Häusern B, C und D dürfte primär Wohnraum entstehen. Das Richtprojekt listet drei konkrete Szenarien für mögliche Nutzungen auf.

Erschliessung über heutige Strasse

Die Haupterschliessung des Isler-Areals soll über die heutige Zufahrt der beiden Tiefgaragen zwischen dem Manufaktur- und Verwaltungsgebäude sowie der Tiefgarage Streba-Areal erfolgen. Die Verkehrsfläche soll als Begegnungszone mit einer Tempolimite von 20 km/h gestaltet werden, ohne Fussgängerstreifen.

Für die künftige Parkierung auf dem Isler-Areal – heute beliebter Gratis-Parkplatz im Zentrum – ist eine Tiefgarage vorgesehen, die zum Teil unter dem Grundwasserspiegel liegt. Laut dem Gestaltungsplan sind insgesamt maximal 150 Parkplätze, davon 140 unterirdische, zulässig,

Unterlagen zum Mitwirkungsverfahren sind auf www.wohlen.ch abrufbar.

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